Die Sadownitscheskaja-Straße erhielt ihren Namen dank der unteren Sadownitscheskaja-Sloboda, die östlich der Baltschug-Straße liegt. Diese Slobodas entstanden zur Zeit der Herrschaft von Zar Iwan III. Die Straße wurde erstmals auf dem Plan von Meyerberg im Jahr 1661 verzeichnet. Zu dieser Zeit gab es in der Gegend, die als untere Sadowniki bekannt war, 403 Höhlen, die im Laufe der Zeit zusammengelegt wurden. In den 1780er Jahren wurde an der Stelle des Flusses Stariza ein Entwässerungskanal gegraben, der eine Insel bildete. Die Sadownitscheskaja-Straße verlief entlang der Mittelachse der Insel zwischen dem Fluss Moskau und dem Kanal. Die Bebauung der Straße bestand zu verschiedenen Zeiten überwiegend aus hölzernen Wohnhäusern, zweigeschossige Anwesen waren selten. Eine detaillierte Karte der Gegend, die zwischen 1849 und 1854 erstellt wurde, zeigte alle Höhlen an der Straße sowie andere Gebäude und Gärten. Die Häuser standen entlang der roten Linie der Straße, während die Gärten und Gemüsegärten zum Fluss hin ausgerichtet waren. Steinerne Paläste wurden selten gebaut, aber an der Stelle des Hauses Nr. 43 befanden sich solche Paläste, die erstmals auf dem Plan von 1796 als Besitz des Kaufmanns Aniki Ikonnikow verzeichnet sind. Beim Bau des neuen Hauses wurden die Paläste teilweise zerstört, und daneben wurde das Anwesen Ikonnikow errichtet, das später N.A. Awaew gehörte. Ab den 1890er Jahren lebte in diesem Haus der Kaufmann 2. Gilde Alexander Alexandrowitsch Krymow.
Das architektonische Erscheinungsbild der Sadownitscheskaja-Straße änderte sich im Laufe der Zeit. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wurde es durch die Bauten solcher Meister wie M.F. Bugrowski, N.D. Strukow, M.K. Geppener, E.K. Nirnzee, V.G. Sretenski und V.D. Adamowitsch geprägt.
Die Architektur unseres Hauses vereint Elemente des Eklekismus und des Neoklassizismus, die für diese Zeit charakteristisch sind. An der Planung waren die Architekten Iwan Iwanowitsch Posdeew und Michail Fedorowitsch Bugrowski beteiligt.
Das Haus ist so gelegen, dass die Hauptfassade zum Innenhof zeigt, während die Seitenfassade zur Straße hin ausgerichtet ist. Das Gebäude steht tief im Grundstück und hat zwei Etagen. Der Zugang zum Haus erfolgt vom Hof aus durch einen voluminösen Risalit mit einem trapezförmigen Dach. Die Fassaden sind mit Rustika verziert, über den Fenstern befinden sich Sandriken, und über dem Gesims des zweiten Stocks der Straßenfassade befindet sich ein figürlicher Attik.
Vor dem Haus wurde eine Umzäunung nach dem Entwurf von I.I. Posdeew mit Einfahrtstoren und zwei pilonartigen Toren installiert. Die Umzäunung ist im Stil des vereinfachten späten Eklekismus mit Elementen des Neoklassizismus ausgeführt, einschließlich vertikaler spitzförmiger Stäbe und horizontaler Ebenen aus „Sardonyx“.
Derzeit befindet sich das Haus in der Restaurierung: Die Fassade mit plastischem Dekor ist gut bearbeitet, aber es gibt unvollendete Bereiche. Dennoch verleiht das Herrenhaus mit der Umzäunung und den angrenzenden Gebäuden der Straße den architektonischen Kolorit Moskaus des 19. Jahrhunderts.
Das Anwesen ist ein Objekt des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung.
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