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Städtisches Anwesen F.E. Sytschew, Kalinins, 2. Hälfte des 19. Jh., Anfang des 20. Jh., Hauptgebäude

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Das Haus, das wohlhabenden Kaufleuten der Kalinins gehörte, ist ein hervorragendes Beispiel für ein städtisches Anwesen im Jugendstil. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es mit dem Palais der Rachmanows in der Bakuninskaja Straße, Haus 2-4, zu einem einheitlichen Ensemble verbunden. Heute wird das Gebäude als Hotel genutzt.

Das moderne Erscheinungsbild des Anwesens entwickelte sich allmählich. 1862 wurde anstelle des alten Holzhauses mit Keller und Mezzanin ein neues Steinhaus errichtet. Fast vierzig Jahre später beschlossen die Eigentümer, die Kaufleute Kalinins, die im Fleischhandel tätig waren, das Gebäude umzubauen, um das Volumen zu vergrößern und die Fassaden zu erneuern. In Moskau besaßen sie mehrere Häuser, von denen bis heute neben dem Haus in Bakuninskaja noch eines in der Friedrich-Engels-Straße 27 erhalten geblieben ist. Alexei und Ivan Kalinins waren auch Vorsteher und Wohltäter der nahegelegenen Jelochowka-Kirche.

Für den Umbau des Hauses luden die Kalinins den Architekten Peter Vikentjewitsch Charko ein, der gerade die Moskauer Schule für Malerei, Bildhauerei und Architektur abgeschlossen hatte. In den Jahren 1900-1901 wurde das Anwesen erheblich verändert: Das westliche Volumen des Gebäudes wurde vergrößert, die Hauptfassade erhielt sechs Fensteröffnungen, und die innere Raumaufteilung wurde geändert. Die reiche Gestaltung der Fassade, einschließlich der verzierten Fensterumrahmungen, spiegelt die architektonischen Traditionen des frühen 20. Jahrhunderts wider.

Im Jahr 1908 wurde das Hauptgebäude in zwei Wohnungen unterteilt, die mit dem benachbarten Gebäude, dem Haus Kalaschnikow, Rachmanow, durch einen Übergang auf Keller- und Erdgeschossebene verbunden waren.

Nach der Revolution von 1917 wurden beide Häuser nationalisiert und in Kommunalwohnungen umgewandelt. Später befand sich hier die Kinderpoliklinik Nr. 3, die Ende der 1970er Jahre umzog.

Nach 1980 erhielt das Haus Nr. 6 in der Bakuninskaja Straße ein Dachgeschoss mit Giebel und zwei Voluten, was die ursprüngliche architektonische Einheit des Ensembles störte. Auch die dekorativen Elemente änderten sich: Der ursprünglich weiße Stuckdekor wurde mit geschwärzten Verzierungen ergänzt.

Heute fungiert das Hauptgebäude des Anwesens Sytschew, Kalinins als Hotel, in dem jeder Interessierte übernachten kann.

Geo-Punkt

Городская усадьба Ф.Е.Сычева, Калининых 2-я пол. XIX в., нач. XX в., Главный дом

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