Die Geschichte des Anwesens beginnt zu Beginn des 19. Jahrhunderts, als es der Moskauer Kaufmannsfrau Jelisaweta Iwanowna Wandyshnikowa gehörte. Das Hauptgebäude des Anwesens, das Ende des 18. Jahrhunderts erbaut wurde, war aus Stein, einstöckig mit einem Mezzanin in der Mitte und hatte ein klassisches Erscheinungsbild. Es befand sich in gewissem Abstand von der Straße, hinter ihm lagen ein großer Garten und Wirtschaftsgebäude. Das Anwesen wurde während des Brandes von 1812 nicht beschädigt. 1817 ging es an die Gouvernementssekretärin Maria Semjonowna Alexejewa, die es 1823 an Fürst Kirill Alexandrowitsch Bagratjon verkaufte. Der neue Eigentümer gehörte zu dem bekannten Fürstenhaus der Bagratjons; sein Neffe war der berühmte Feldmarschall Peter Iwanowitsch Bagratjon. Kirill Alexandrowitsch machte ebenfalls eine militärische Karriere, wurde Generalmajor und Senator. Nach seinem Tod erbte seine Witwe Alexandra Iwanowna Bagratjon das Anwesen.
In den frühen 1860er Jahren ging das Anwesen an Sofja Franzewna de Montsi, die Frau eines französischen Kaufmanns, und dann 1868 an ihre Schwester Emilia Franzewna von Vogau und ihren Mann Philipp Maximilian von Vogau. Von Vogau, ein Vertreter des verarmten deutschen Adels, kam 1827 nach Russland und gründete eine Firma für den Handel mit Tee und Kolonialwaren. Im Laufe der Zeit wurde die Firma zu einem großen Konzern, der im Handel und in der Industrie tätig war.
Unter von Vogau wurde das Anwesen umgebaut: Das Hauptgebäude wurde erweitert und ein zweiter Stock hinzugefügt. In den 1880er Jahren wurden die Fassaden des Hauses nach den Entwürfen des Architekten Viktor Kossow im eklektizistischen Stil mit klassischen Elementen umgestaltet. Kossow entwarf auch andere Gebäude für die Familie von Vogau.
1892 ging das Anwesen an die Tochter von Philipp Maximilian von Vogau, Emma Maximowna Banza, und ihren Mann Konrad Banza. Die Familie Banza war die letzte Eigentümerin des Anwesens bis zu seiner Verstaatlichung nach 1917.
Von Anfang 2014 bis Juni 2015 wurde im Anwesen eine umfassende Restaurierung durchgeführt. Die Fassaden, das Dach und das Entwässerungssystem wurden renoviert, architektonische Elemente wiederhergestellt. In den Innenräumen wurden Wände, Decken, Treppen und Parkett erneuert, Blattgold für die Dekoration verwendet. Das Anwesen wurde 2015 Preisträger des Wettbewerbs „Moskauer Restaurierung“ für die beste Organisation von Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten.
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