Informationen zum Gebäude
In der kleinen Straße Malaya Polyanka sowie in den angrenzenden Straßen sticht ein zweigeschossiges Herrenhaus im Stil des Moskauer Empire hervor. Es ist reich dekoriert und hat ein Paar Einfahrtstore an den Seiten des Hauptgebäudes.
Im 15.-16. Jahrhundert war das Gebiet, wo sich jetzt die Straßen Bolshaya und Malaya Polyanka befinden, ein Feld, das allmählich von Handwerkern, hauptsächlich von Kadaschen und Hofbockern, besiedelt wurde. Im 17. Jahrhundert verwandelte sich dieses Viertel in eine große Webersiedlung.
Im 19. Jahrhundert siedelten sich in der Bolshaya Polyanka und den angrenzenden Gassen hauptsächlich wohlhabende Kaufleute an, die hier Herrenhäuser bauten oder umgestalteten. Die Bebauung war überwiegend ein- oder zweigeschossig. Eine der kleinen Straßen, die an die Bolshaya Polyanka angrenzte, erhielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts den Namen Malaya Polyanka. In den 1840er Jahren lebten hier Afanasiy Fet und Apollon Grigoriev, und V.O. Klyuchevsky kam ebenfalls häufig vorbei.
Das ehemalige Hauptgebäude des Herrenhauses des Fürsten Barjatinski entstand hier in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Nach vorliegenden Informationen handelte es sich um ein Holzhaus mit Mezzanin und Garten. Später ging das Haus an Major N.D. Bibikov über. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut und wurde durch den Brand von 1812 beschädigt.
Die moderne Architektur des Hauses spiegelt den Stil des Moskauer Empire wider, der für das nach dem Brand von 1812 entstandene Moskau des 19. Jahrhunderts charakteristisch ist. An der Hauptfassade, die zur Straße zeigt, befindet sich ein pilasterartiger Portikus mit Giebel und rundem Fenster. Der zweite Stock ist durch ein Gesims vom ersten getrennt. Einen repräsentativen Eingang von der Straße gibt es nicht, der Zugang zum Haus erfolgt über den Innenhof, zu dem Tore an den Seiten des Gebäudes führen. Die Fassade ist mit einem reich dekorierten Fries mit Palmetten und Greifen sowie eleganten Sandriken über den Fenstern des zweiten Stocks geschmückt. Die neuen Metalltore sind im Stil des späten Klassizismus gestaltet. Rechts an das Haus schließt sich ein Vorbau an, über dem sich der Balkon des zweiten Stocks befindet.
Einige Zeit war das Gebäude verfallen, die Einfahrtstore und die Dekoration fehlten. Im Inneren befanden sich verlassene Kammern aus dem 18. Jahrhundert, und der hölzerne zweite Stock war unbrauchbar geworden.
Restaurierung
Im Zuge der Restaurierung wurde der zweite Stock durch einen steinernen ersetzt, und die dekorative Ausstattung der Fassade wurde nach Vorbildern des 18. Jahrhunderts wiederhergestellt. Neue Einfahrtstore und eine Umzäunung wurden gebaut. Die Wände des Hauses wurden rot mit weißer Dekoration gestrichen.
Die Restaurierung wurde von den Spezialisten von "Mosprojekt, 2" durchgeführt und wurde 2012 abgeschlossen.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.