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Städtisches Anwesen A. Tichonow

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Im alten Stadtteil Zamoskvoretsche in Moskau befinden sich zwei Kadaschew-Passagen, deren Namen an die früher hier existierende Kadaschew-Sloboda erinnern. Die ersten dokumentarischen Erwähnungen dieses Ortes stammen aus dem frühen 16. Jahrhundert. In der geistlichen Urkunde des Großfürsten Ivan III. wird das Dorf Kadaschewo erwähnt, das zwischen der Straße nach Serpuchow und der Ordynskaja Straße lag. Die Herkunft des Namens ist bis heute umstritten. Möglicherweise wurden hier im 16. Jahrhundert Fässer und Kadi hergestellt, oder der Name ist mit dem türkischen Wort „kadas“ verbunden, was „Gefährte“ bedeutet. Im 17. Jahrhundert, als dokumentarische Informationen über die Sloboda auftauchten, war sie hamownaja, also mit der Produktion von Leinenstoffen verbunden. An den Webarbeiten waren hauptsächlich Frauen beteiligt, während die Männer mit dem Handel beschäftigt waren. Die Sloboda war wohlhabend und genoss Privilegien unter Zar Alexei Michailowitsch. Steinhäuser begannen hier bereits im 17. Jahrhundert zu entstehen. Trotz des Verlusts von Privilegien und der Aufhebung der Sloboda-Einteilung nach den Reformen von Peter I. blieb der Wohlstand erhalten.

Der Steinbau setzte sich auch in den folgenden Jahrhunderten fort, und heute haben die Kadaschi besser als andere Stadtteile Moskaus ihre historische Bebauung bewahrt. In den 1800er Jahren wurde in der heutigen 2. Kadaschew-Passage, die auch als Perepjolkina-Straße und Mittlere Kadaschew-Passage bezeichnet wurde, ein zweigeschossiges Steinhaus im Anwesen des Kaufmanns A. Tichonow erbaut. Nach dreißig Jahren wurde es teilweise umgebaut. Der Besitzer war wahrscheinlich eine ernsthafte und sparsame Person, die nicht viel Geld für die Verschönerung des Hauses ausgab: Die Dekoration war minimal, mit Fensterlaibungen im zweiten Stock, bescheidenem Rustika an den Ecken und zwei kanellierten Pilastern. Es war ein solides Kaufmannsgebäude, das für die Ewigkeit gebaut wurde. Die benachbarten Häuser in der Passage zeichneten sich ebenfalls nicht durch übermäßige Dekoration aus.

Am Ende des 20. Jahrhunderts wurde das alte Herrenhaus einigen Veränderungen unterzogen. Heute steht das städtische Anwesen A. Tichonow als Objekt des kulturellen Erbes regionaler Bedeutung unter staatlichem Schutz.

Geo-Punkt

Городская усадьба А. Тихонова

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