Das zweigeschossige Hauptgebäude, das aus mehreren Bauphasen hervorgegangen ist, befand sich im hinteren Teil des Grundstücks und stellte umgebaute Kammern des 17. Jahrhunderts dar. Im Jahr 1790 gehörte das Anwesen den Adligen Daschkows. Auf deren Auftrag wurden auf beiden Seiten des Hauptgebäudes, an der roten Linie der kleinen Tolmatschewski-Gasse, steinerne Flügel errichtet, die der Villa die für den Klassizismus charakteristische Symmetrie verliehen. Vor dem Herrenhaus entstand ein Ehrenhof, und auf der Seite der Alten Münze (damals Durchgangsgasse) wurden Wirtschaftsgebäude errichtet.
Nach dem Brand von 1812 überlebten nur das Hauptgebäude und ein steinerner Flügel, die wiederhergestellt wurden. Die neuen Besitzer, die Kaufleute Polenow, errichteten anstelle des zweiten, verbrannten Flügels eine kleine hölzerne Wache. Bis 1858 ging das Anwesen an Alexei Stepanowitsch Protopopow, einen Kaufmann der ersten Gilde, Besitzer einer Wachsfabrik und Läden in der Kerzenstraße von Chinesischer Stadt. Das umgebaute Hauptgebäude blieb das Zentrum des Anwesens, dessen Grenzen sich durch benachbarte Grundstücke erweiterten. Es hatte zwei Etagen und einen einstöckigen steinernen Anbau für die Diele und den Portier. Der Keller wurde für das Personal genutzt. Der östliche Teil des Anwesens nahm einen weitläufigen Garten ein. Bis zur Revolution von 1917 blieb hier die Kaufmannsvilla erhalten, und die Räumlichkeiten wurden nicht vermietet.
In der Sowjetzeit wurde ein Teil des Geländes für den Bau einer Schule genutzt, einige Gebäude wurden abgerissen. Im Hauptgebäude befand sich der republikanische Rat des Allunions- freiwilligen Sport- und Fitnessvereins der Gewerkschaften.
Heute ist das Haus in der kleinen Tolmatschewski-Gasse ein Objekt des kulturellen Erbes. Die Fassade des Gebäudes hat eine dreiteilige Komposition mit einem zentralen Risalit. Der zweite Stock des Risalits wird von drei hohen Fenstern mit profilierten Archivolten geschmückt. Der reiche Dekor des Risalits verbirgt die Asymmetrie der Fassade, was für den Klassizismus untypisch ist. Die Fenster des zweiten Stocks der seitlichen Flügel sind mit üppigen Verzierungen und Rahmen mit profilierten Sandriken hervorgehoben. Der erste Stock und die Ecken der Fassade sind mit horizontalem Rustika bearbeitet. Auf der Hofseite wurden die Rahmen des 17. Jahrhunderts wiederhergestellt. In den Innenräumen sind einige Elemente erhalten geblieben, wie zum Beispiel die Stuckdeckenleisten aus dem späten 19. Jahrhundert. Im Gebäude befindet sich das Haus für Tourismus und Sport „Spartak“.
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