Informationen zum Gebäude
Die Stadtvilla, gelegen zwischen der Pjatnizkaja-Straße und dem Golikowski-Gässchen, entstand Mitte des 18. Jahrhunderts unter Fürstin P.I. Wjasemskaja. Das Hauptgebäude, in Form des Buchstabens „Г“ gestaltet, wurde zum Zentrum der dichten Bebauung der Villa, die mehrere Gebäude umfasste. 1789 fügte der neue Besitzer, der im Ruhestand befindliche Wachtmeister T. Rachmanow, dem Haus ein zweites Stockwerk und einen Anbau hinzu. Doch infolge des Brandes von 1812 brannten alle Gebäude der Villa nieder und wurden abgerissen, um die rote Linie der Pjatnizkaja-Straße zu begradigen. Bis Ende der 1840er Jahre sind keine Informationen über die Bebauung der Villa erhalten geblieben. In der Mitte des 19. Jahrhunderts erschien auf den Plänen von Samoskworetschje ein steinernes Herrenhaus mit einem hölzernen Mezzanin, das wahrscheinlich in den Jahren 1810-1830 erbaut wurde. Die architektonische Lösung und die Fassadendekoration lassen es zu den Projekten aus „Sammlung der Fassaden, von Seiner Kaiserlichen Majestät höchst genehmigten privaten Bauten in den Städten des Russischen Kaiserreichs“ (1809-1812) zählen.
Neben dem Hauptgebäude gab es in der Villa noch zwei weitere Gebäude: einen Wohntrakt mit einem hölzernen Anbau im Innenhof und eine steinerne Scheune entlang des Golikowski-Gässchens. In den 1860er Jahren erwarb die neue Besitzerin F.F. Nazarowa das benachbarte Grundstück an der Pjatnizkaja-Straße und fügte es ihrer Villa hinzu, doch 1873 wurde dieser Teil durch Schenkung übertragen. In den 1900er Jahren vermietete M.P. Nazarowa, die Erbin der vorherigen Besitzerin, die Gebäude der Villa und erzielte Einnahmen. Zu den Mietern gehörten der Kaufmann Lobosev mit einem Weingeschäft, der Kaufmann Alexejew mit einem Gemüseladen und der Bürger Sirotin, der an der Fassade die Aufschrift „Aufträge für die Schneiderwerkstatt“ anbrachte. Die übrigen Räume wurden als Wohnungen vermietet.
Restaurierung
In fast zweihundert Jahren wurde das Gebäude keinen wesentlichen Umbauten unterzogen. In der heutigen Zeit wurde eine Restaurierung durchgeführt, bei der die Fachleute die Schlusssteine der Fenster aus weißem Stein, die Rustizierung des ersten Stocks, die Fensterbänke mit Konsolen und die Sohlbänke über drei Fenstern des zweiten Stocks wiederherstellten. Auch die seitlichen Fassaden wurden restauriert und mit schlichteren Schlusssteinen geschmückt. Das Haus Nr. 36 an der Pjatnizkaja-Straße ist nicht die Hauptsehenswürdigkeit, aber sein Erscheinungsbild vermittelt einen Eindruck von der typischen Bebauung Moskaus nach der Brandperiode.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.