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Gilev Peter Ivanovich

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Einst bemerkten viele ausländische Reisende, dass die russischen Glocken den schönsten Klang haben: er ist dicht, melodisch und erstaunlich harmonisch. Besonders geschätzt wurden die Glocken, die der tjumener Kaufmann Peter Ivanovich Gilev herstellte. Er stammte aus einer Handwerkerfamilie und wurde von Kindheit an zur Arbeit erzogen. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts stellte der Meister kleine Glocken für die Postkutschen her und widmete jedem Auftrag individuelle Aufmerksamkeit, indem er die Produkte mit eleganten Ornamenten verzierte.

Später eröffnete Gilev eine große Produktion und begann, Glocken für Kirchen zu gießen. Seine Fabrik hieß "Handelshaus P.I. Gilev und Söhne". Die Glocken wurden mit verschiedenen Mustern verziert: pflanzlichen Motiven, strengen geometrischen Formen, Ornamenten mit spitzen Ellipsen und Perlen, und später begannen die Arbeiter, Darstellungen von Heiligen zu gießen. Die Produkte von Peter Ivanovich waren nicht nur für ihre Qualität und Haltbarkeit bekannt, sondern auch für ihren prächtigen malvenfarbenen Klang. In der Werbung wurde behauptet, dass "die Glocken aus dem besten uralischen Kupfer der Welt gegossen werden". Auf den Allrussischen Ausstellungen erhielten die Produkte des tjumener Kaufmanns unweigerlich Gold- und Silbermedaillen.

Nach dem Tod von Gilev übernahm seine Fabrik die Söhne Konstantin und Semjon, die das Werk ihres Vaters fortsetzten und die Qualität der Produkte verbesserten. Im Jahr 1900 erhielten sie einen großen Auftrag von der Permer Eisenbahn zur Herstellung von 200 Glocken für ihr Transportunternehmen. Diese "Nabat" informierten die Passagiere über die Ankunft und Abfahrt der Züge.

Doch das Hauptziel, das Semjon und Konstantin als ihren größten Erfolg betrachteten, war der Preis auf der Weltausstellung in Brüssel im Jahr 1905. Um die Qualität ihrer Produkte zu demonstrieren, brachten sie die besten sibirischen Glocken nach Europa. Die Teilnehmer, die Leitung und die Besucher der Ausstellung waren so beeindruckt von dem russischen malvenfarbenen Klang, dass viele eine Ehrenmedaille forderten. Infolgedessen wurde die Produktion der Gilevs mit dem Kreuz des belgischen Königs ausgezeichnet. Die Kaufleute hatten viele Pläne für die Zukunft, doch dann kam die Revolution, die Fabrik wurde geschlossen und die Gilevs trennten sich in verschiedene Richtungen.

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