Von 1744 bis 1746 war Potap Gardenin Leiter des Woronjezer Gouvernements. Im Jahr 1735 baute er im Zentrum von Woronje eine Steinhütte für seine Familie, die bis heute erhalten ist und sich in der Fabrikstraße 12 befindet. Dieses Haus ist ein Beispiel für ein typisches russisches provinzielles Kaufmannshaus des 18. Jahrhunderts.
Einige Jahre später errichtete Gardenin zwei weitere Gebäude: eine Tuchfabrik an der Ecke der heutigen Straßen Stepan Razin und Große Manezhna, die jetzt Teil des Heimatmuseums mit der Ausstellung „Vaterländischer Krieg“ ist, und die Tichwino-Onufriewskaja Kirche in der Fabrikstraße.
Bis Ende des 18. Jahrhunderts war die Familie Gardenin bankrott. Der Enkel von Potap Gardenin, Nikolai Jakowlewitsch, verkaufte die Fabrik an die Stadtbehörden, und im Jahr 1820 wurde das Haus an die Stadt verkauft. In diesem Gebäude waren lange Zeit verschiedene Einrichtungen untergebracht, wie ein Krankenhaus, ein Waisenhaus, eine Armenanstalt und ein Invalidenheim. Die Bauwerke von Potap Gardenin sind in der wissenschaftlichen Literatur als „Gardenins historisch-architektonischer Komplex des 18. Jahrhunderts“ bekannt und stehen unter staatlichem Schutz als Beispiel für die Bebauung von Woronje bis 1774.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.