Im neunzehnten Jahrhundert siegte Russland nicht nur über Napoleon, sondern sah sich auch neuen revolutionären Ideen gegenüber, die Europa erfassten. Diese Ideen fanden Anklang bei der kreativen Elite des Landes. Einer der solchen Narodniki war Pavel Alexandrowitsch Gajdeburov, ein bekannter Schriftsteller und Besitzer populärer Publikationen jener Zeit.
Pavel Alexandrowitsch wurde 1841 in einer Priesterfamilie geboren, deren Wurzeln bis zu dem berühmten Zaporozhian Ataman Gajdabur zurückreichten. Schon in seiner Kindheit begeisterte er sich für das Lesen, doch nach dem Abschluss des Gymnasiums immatrikulierte er sich an der juristischen Fakultät. Das Studium dauerte jedoch nicht lange, er wurde wegen seiner Teilnahme an studentischen Unruhen ausgeschlossen, wie es später auch seinem Sohn Pavel Pawlowitsch widerfuhr. Nach dem Ausschluss konzentrierte sich Gajdeburov auf Journalismus und Schriftstellerei, arbeitete mit verschiedenen Publikationen zusammen und erlangte Popularität. Seine Geschäfte liefen erfolgreich, und 1863 eröffnete er sein eigenes Geschäft. Interessanterweise hatten die Gegner der zukünftigen 'Volks'-Macht eine solche Möglichkeit nicht, aber das geschah erst nach seinem Tod. Gajdeburov selbst wurde mehrfach durchsucht, veröffentlichte jedoch weiterhin.
1866 debütierte er als Autor eines Buches, und 1875 wurde er Eigentümer der Zeitung 'Nedelya', die als Plattform für die Narodniki diente. Pavel Alexandrowitsch war im Land weit bekannt, schrieb mehrere Bücher, leitete Kolumnen in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften und betrieb das Verlagswesen. Er lebte 53 Jahre und starb 1894.
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