Die Stadtvilla in der Sadovaya-Spasskaya-Straße wurde 1816 von der Hofrätin Praskovya Esaulova erbaut. 1867 erfuhr das Gebäude eine erhebliche Umgestaltung, nach der der bekannte Mäzen S. I. Mamontov hier ansässig wurde. Sein Salon wurde zum Treffpunkt für Kultur- und Kunstschaffende wie F. I. Schalyapin, V. M. Vasnetsov, M. A. Vrubel und S. V. Rachmaninov.
Neben der Stadtvilla von Mamontov ist bis heute der Hofflügel erhalten, der in den 1870er Jahren erbaut wurde. In den Jahren 1891 und 1893 wurde der Flügel an der Giebelseite nach einem Entwurf des Künstlers M. A. Vrubel aufgestockt, der den Stil seines Werkes als "römisch-byzantinisch" charakterisierte. In den Jahren 1895 und 1896 wurde das gesamte Gebäude der Villa aufgestockt, und 1911 wurden die Fassaden teilweise verändert. Nach diesen Änderungen kann der architektonische Stil des Flügels als "ziegelartig" bezeichnet werden.
Die Fassaden des Flügels waren mit Majolika geschmückt, die von M. A. Vrubel geschaffen wurde, jedoch ist diese Dekoration nicht erhalten geblieben. Über den Eingangstoren befand sich eine Löwenmaske. In den Innenräumen, die ebenfalls nicht bis in die Gegenwart erhalten sind, wurde Majolika weitreichend verwendet. Zwei majolika Kaminöfen und zwei Öfen, die nach Entwürfen von Vrubel gefertigt wurden, sind jetzt im Museum-Reservat "Abramtsevo" ausgestellt.
Im Jahr 1898 wurde die Villa aufgrund finanzieller Schwierigkeiten von Mamontov verpfändet. 1912 wurde im Hauptgebäude das männliche Gymnasium Strakhov untergebracht.
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