Der Komplex der Katharinen-Progymnasium umfasst das Gebäude der Kreisschule, das in den 1850er Jahren erbaut wurde, zwei Flügel mit Durchfahrtstoren und das Hauptgebäude mit der Hauskirche, das zur ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gehört.
Im Jahr 1843 ging das unbebaute Grundstück von der Titularrätin M.A. Perwuchina an ihre Schwester, die Kapitänin P.A. Krasilnikova, und 1851 an den Kaufmann F.P. Girbasov über. Das zweigeschossige Steinhaus mit Keller und Mezzanin wurde an der westlichen Grenze des Grundstücks nach einem Entwurf des „freien Zeichners“ E. Aparin errichtet, der 1856 entwickelt wurde. 1859, vermutlich noch vor Baubeginn, trat Girbasov ein kleines Grundstück von 7 Arschin für das im Bau befindliche Gebäude der Kreisschule ab, mit der Bedingung, dass ihm beim Bau des Steinhauses auf gleicher Höhe mit der Schule und bei der Anordnung der Fenster an dem abgetretenen Platz nicht in die Quere gekommen wird.
Im Jahr 1864 genehmigte die guberniale Baukommission das Projekt, vermutlich dasselbe von E. Aparin, für den Bau eines zweigeschossigen Steinfli-gels mit gewölbtem Keller und Mezzanin an der westlichen Seitengrenze des Grundstücks. Das Erdgeschoss des Flügels, das sich in die Tiefe des Hofes erstreckte, war für Lagerräume mit Zugang zur Straße vorgesehen, die von Bögen auf vier kreuzförmigen Säulen überdeckt waren. Das Obergeschoss war durch einen Längsflur unterteilt, der den vorderen vierfenstrigen Raum mit dem Treppenhaus an der Rückfassade verband. Der Flügel erhielt einen separaten Eingang von der Straße durch einen schmalen Durchgang zwischen dem Gebäude und der Steinmauer an der Seitengrenze des Grundstücks. Die Fassaden des Hauses und des Flügels sind verputzt und gleich gestaltet: mit einem abschließenden Unterkanten-Kranz, Gesimsen unter den Fensterfeldern, einem Gesims, das den Bereich des Mezzanins trennt, und geschichteten Eckpfeilern. Die Fenster des Erdgeschosses sind mit profilierten Archivolten mit reliefierten Einschnitten im Tympanon umrahmt, während die Fenster des Obergeschosses mit Sandriken auf Konsolen abschließen. Gleichzeitig mit dem Flügel wurden zwischen diesem und dem Haus an der Straßenlinie steinerne Tore mit einem dreistufigen Kranz über rustizierten Säulen symmetrischer Pforten, die von kurzen kannelierten Pfeilern umrahmt sind, errichtet.
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