Die steinerne Kirche zu Ehren der heiligen gleichapostolischen Konstantin und Elena wurde 1905 dank der Bemühungen des Klerus des Orenburger geistlichen Seminars errichtet. In der Kirche gab es einen Altar, und sie war gut mit liturgischen Geräten ausgestattet. Der Priester und der Diakon dienten auf Honorarbasis, da die Kirche kein eigenes Personal hatte. Der Kirchenälteste war der Lehrer des Seminars Alexei Timofejewitsch Wolkow. Die nächstgelegenen Pfarrkirchen waren die Einführungs- und die Dreifaltigkeitskirche. Das Orenburger geistliche Seminar befand sich zwischen den Gassen Tjuremnij, den Straßen Brykina und Kazarmenij. Ursprünglich befand sich das alte Gebäude des Seminars in der Bezjakowskaja Straße, heute Burzyanceva Straße, bei den „Alexandrowskij“ Bädern. Die Kirche wurde in den 1880er Jahren von dem Orenburger Kaufmann zweiten Gilde Fjodor Petrowitsch Degtjarew erbaut.
Laut den „Orenburger Diözesanblättern“ aus dem Jahr 1905 wurde das neue majestätische Gotteshaus, das dem Andenken der heiligen gleichapostolischen König Konstantin und seiner Mutter Elena gewidmet ist, dank des ehemaligen Hochwürdigsten Orenburgs Wladimir geschaffen. Im Seminar wurden damals 223 Schüler ausgebildet. Beim Bau des neuen Unterrichtsgebäudes, das für den Unterricht vorgesehen war, bestand der Hochwürdigste auf der Schaffung einer umfangreichen und prächtigen Kirche darin. Der Tempel, der in zwei Lichtquellen angelegt und 13 Arschin hoch ist, beeindruckt durch seine Weitläufigkeit: seine Fläche macht ein Drittel des gesamten Gebäudes aus. Ein erheblicher Teil des Tempels, fast ein Drittel, ist dem Altar gewidmet, der durch seine ungewöhnliche Größe auffällt. Für die Betenden im mittleren Teil des Tempels, mit Ausnahme der Solea, blieben etwa 350 Quadrat-Arschin. Der Raum, die Fülle des Lichts aus 28 Fenstern, die Pracht des Ikonostase, der Glanz des Goldes und die hellen Farbtöne der Ikonen sowie der Gesamteindruck des Tempels mit dorischen Säulen und Fenstern, die die Dekoration ersetzen, hinterlassen einen starken Eindruck. Der Boden ist mit Mosaikfliesen geschmückt.
Nach der Revolution wurde das Orenburger geistliche Seminar, wie alle anderen geistlichen Bildungseinrichtungen der Diözese, geschlossen. Im Gebäude des Seminars waren das Ausbildungs- und Produktionskombinat, das Bildungszentrum Nr. 1 und eine Lederwarenfabrik untergebracht.
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