Das Haus des Architekten Turchevich ist eine der Sehenswürdigkeiten von Perm. Am 20. Mai 1993 wurde das Gebäude durch einen Beschluss des Kleinen Rates des Oblastrats von Perm als Denkmal der Architektur und Stadtplanung anerkannt. An der Wand des Hauses befindet sich eine Tafel, die diesen Status bestätigt.
Die Geschichte des Grundstücks, auf dem das Haus steht, beginnt am 10. Mai 1782, als es der Frau des Soldaten Peter Borodin, Anisja, zur Bebauung zugewiesen wurde. Bereits am 15. Mai 1783 wurde es jedoch als unbebaut an den Schreiber Fjodor Gorodskoy übergeben. Auf dem Stadtplan von Perm aus dem Jahr 1822 wurde das Grundstück als mit einem hölzernen Wohnhaus und einem Wirtschaftsgebäude bebaut vermerkt. 1886 wurde Alexander Fedorovich Klinberg Eigentümer des Grundstücks. In den 1890er Jahren ging das Grundstück an den Architekten A. B. Turchevich und seine Frau, die Schauspielerin Olga Petrovna Smerdina, über. Zuvor stand hier das abgerissene halbstädtische Haus von A. M. Blagovidov.
Am 24. März 1892 reichte Olga Petrovna Turchevich bei der Stadtverwaltung von Perm einen Antrag und einen Entwurf für den Bau eines halbstädtischen zweigeschossigen Hauses und einstöckiger hölzerner Dienstgebäude an der Ecke der Straßen Jekaterininskaja und Verchoturskaja ein. Der Architekt V. V. Popatenko wies jedoch auf die Nichteinhaltung der Bauvorschriften hin. Nach Überarbeitung wurde das Projekt am 12. Mai 1892 genehmigt. Bis 1898 war das Haus gebaut, da sein Wert für die Besteuerung auf 5000 Rubel geschätzt wurde, und 1899 auf 4873 Rubel. In diesem Haus arbeitete seit 1898 die erste private Planungsorganisation, die von Turchevich gegründet wurde. Im Adresskalender von 1908 ist eine Werbung für die Dienstleistungen dieser Organisation zur Entwicklung von Projekten und zum Bau erhalten geblieben.
Alexander Bonaventurovich starb 1909. Nach der Oktoberrevolution wurde das Haus von Olga Petrovna beschlagnahmt. In den 1920er Jahren gehörte es dem Komhoz und wurde vom VI. Technischen Abschnitt „Kamraikombod“ als Waisenhaus genutzt. 1933 befanden sich hier ein Haus und eine Schule für Gehörlose. In den 1950er Jahren wurde hier auf Anordnung des Ministerrats der UdSSR die Fischereiaufsicht „Kamuralrybgosvod“ untergebracht. Derzeit befinden sich im Gebäude die Kamtscho-Uralische Bassinverwaltung für Fischerei und den Schutz der Wasserbiologischen Ressourcen sowie die Abteilung für staatliche Kontrolle und Aufsicht für das Gebiet Perm.
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