Das Gebäude besteht aus zwei großen Körpern mit Innenhöfen. Der Hauptteil ist zur Turgenew-Platz ausgerichtet und mit einem stilisierten gotischen Turm geschmückt, der an den Spasskaja-Turm des Kremls erinnert. Die Körper sind durch filigrane Gitter verbunden, die vom Architekten O. von Dessin entworfen wurden. Die Fassaden des Gebäudes sind reich dekoriert: hier sind Balkone, Erker, allegorische Skulpturen und Friese mit komplexen Ornamenten zu sehen. Das Erdgeschoss des Gebäudes hebt sich durch Rustizierung hervor, was die Leichtigkeit der skulpturalen Elemente, der Fensterumrahmungen, der Spitzbögen und der Türmchen betont.
Im Gebäude wurden fortschrittliche Technologien des frühen 20. Jahrhunderts verwendet: ein autonomes Kraftwerk, ein Heizsystem, ein Prototyp einer Klimaanlage und ein 45 Meter tiefer artesischer Brunnen.
Die Geschichte des Ortes, an dem das Haus steht, ist nicht mit gewöhnlicher Wohnbebauung verbunden. In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts befand sich hier der Sitz des Novgoroder Erzbischofs, wo Erzbischof F. Prokopowitsch lebte. 1742 wurde es vom Architekten I. Michurin für das Moskauer Postamt umgebaut, das bis 1785 hier blieb, bevor es in die Myasnitskaya-Straße umzog. Dieser Ort wurde als Alter Postamt bezeichnet.
In den 1880er Jahren entstand hier das runde Gebäude 'Zargrad' für die Panorama 'Die Einnahme von Plewna'. 1886 wurde es vom Unternehmer M. Lentowski in ein Volkstheater 'Skomoroch' umgebaut.
1898 erwarb die Versicherungsgesellschaft 'Russland' dieses Grundstück und begann mit dem Bau eines Mietshauses, das 1902 nach den Plänen von N. Proskurin abgeschlossen wurde.
Im neuen Haus wohnten Universitätsprofessoren, Wissenschaftler und Mitglieder der Staatsduma. Nach 1917 wurden sie von Vertretern der sowjetischen Intelligenz ersetzt.
In den Jahren 1920 und 1925 befand sich im rechten Körper das Volksbildungsministerium, wo unter der Leitung von A. Lunatscharsky N. Krupskaya arbeitete. Hier waren auch das Hauptartilleriekommando der Roten Armee und Glavlit untergebracht.
In den Mitte der 1960er Jahre stellte der MOSCH die Dachräume für Künstlerwerkstätten zur Verfügung.
Der Hauptturm mit der Uhr hat sein eigenes Rätsel. Dort ist eine Glocke installiert, die in der berühmten Fabrik von Finnland speziell für dieses Gebäude gegossen wurde. Die Glocke läutete nur einmal, im Jahr 2011, zu Ehren des Jubiläums des Hauses.
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