Zu Beginn des XVIII. Jahrhunderts standen an dieser Stelle die hölzernen Residenzen der Fürsten Schcherbatow. Am Ende desselben Jahrhunderts erwarb sie der Adelige Stepan Chomjakow.
Nach dem Brand von 1812 erhielt das Hauptgebäude des Anwesens ein majestätisches klassisches Aussehen. Es wird angenommen, dass der Architekt O. Bowe 1824 mit dem Bau des Grundstücks beauftragt war, der auch den Theaterplatz und die angrenzenden Gebiete umgestaltete.
Das Haus in der Petrovka ist mit dem Leben von Alexei Stepanowitsch Chomjakow verbunden, einem bekannten Philosophen-Slawophilen, Publizisten, Dichter und Mathematiker. Er war mit Gogol befreundet, der 1839 oft bei ihm zu Besuch war. Auch der Dichter N. Jazykow, dessen Schwester Chomjakow geheiratet hatte, war hier häufig zu Gast.
Die ersten Jahre des Familienlebens von Chomjakow und E.M. Jazykowa verbrachten sie in diesem Haus.
Am 24. Oktober 1826 fand hier ein feierliches Abendessen zur Gründung der Zeitschrift "Moskauer Bote" statt. Der Chefredakteur M. Pogodin versammelte bekannte Dichter und Philosophen des frühen XIX. Jahrhunderts. Bei dem Abendessen waren Puschkin, Baratynski, Venevitinov, Mickiewicz, Schewyrew, Sobolewski und zukünftige Autoren der Zeitschrift anwesend.
Die Kinder der Chomjakows starben im Säuglingsalter. 1839 verstarb die Schwester von A. Chomjakow, Anna. Alexei Stepanowitsch übergab das Haus seinem Schwiegersohn und seinen Neffen, die den Nachnamen Chomjakow trugen.
In der zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts hörte das Haus auf, Wohnraum zu sein.
Im Erdgeschoss befand sich ein Auskunftsbüro, das sich mit Handelsgeschäften beschäftigte, sowie die Konditorei Iosti, die von den Konditoreien Luki und Duble abgelöst wurde.
Hier befand sich auch die bekannte Buchhandlung von I. Glazunov, ein Antiquitäten- und Buchladen von G. Wolkow mit der Werkstatt des Juweliers Joseph Fulda sowie Damenmodegeschäfte von Darzans, Raveli und anderen.
Die oberen Etagen beherbergten günstige möblierte Zimmer "Nizza" und später "Toulon", wo Künstler des kleinen und großen Theaters wohnten.
Das alte Haus wurde bis zur Unkenntlichkeit umgebaut. Die Kolonnaden, die zur Petrovka und zum Theaterpassage führten, wurden abgerissen.
Während der kürzlichen Rekonstruktion des großen Theaters wurde beschlossen, dem Haus Chomjakow sein historisches Aussehen zurückzugeben. Die Fassaden des Hauses wurden nach den Zeichnungen des XIX. Jahrhunderts rekonstruiert, und jetzt befinden sich hier die Probenräume des großen Theaters.
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