Der Flügel des Anwesens wurde in den Jahren 1834 und 1857 erbaut und gehörte M. E. Motowa. Zunächst vermietete sie ihn, und 1863 verkaufte sie ihn an die Familie des wjatkischen Kleinbürgers N. I. Chochryakow, den Vater des bekannten Künstlers. Im Jahr 1901 ging der Flügel an die Erben: Nikolai, Natalja, Wera und Julia.
Laut Dokumenten sah das Gebäude von der Straße einstöckig und von der Hofseite anderthalbstöckig aus. Auf dem Gelände befanden sich Holzgebäude, ein Keller, eine Scheune und eine Banja. Bis 1908 entstand ein weiterer Holzflügel, der zum Atelier des Künstlers wurde. Rund um das Haus wurde ein Garten mit Flieder, Johannisbeeren, Himbeeren und Stachelbeeren angelegt, sowie ein kleiner Bienenstock eingerichtet.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Anwesen zum Zentrum des künstlerischen Lebens der Stadt. Hier verkehrten bekannte Künstler wie die Brüder Wassnezow, Viktor und Apollinarij, der Fotograf Sergej Lobovikov, die Maler Arkadij Rylov und Ilja Repin sowie der Architekt Ivan Charushin. Zeitgenossen bemerkten, dass N. N. Chochryakow ein sehr gastfreundlicher Gastgeber war.
Arkadij Rylov erwähnte, dass Chochryakow viele Jahre lang im Garten malte. Im Haus-Anwesen schuf er Werke wie „Die Apfelbäume blühen. Der Garten“, „Garten mit Phloxen“, „Phloxen vor dem Haus“ und „Hof mit Hühnern“. Im Garten steht bis heute eine über hundert Jahre alte Birke, die auf mehreren seiner Gemälde abgebildet ist.
In den 1990er Jahren wurde der Hauptflügel rekonstruiert: Das alte Gebäude wurde abgerissen und eine „Kopie“ davon gebaut, wobei die Flur-Planung, die für die Architektur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts charakteristisch ist, erhalten blieb. Im Jahr 1998 wurde hier das Haus-Museum des Künstlers eröffnet.
Der Atelierflügel, in dem N. N. Chochryakow arbeitete, ging im September 2014 aufgrund des Baus eines Neubaus verloren.
Im Jahr 2008 baute der Kirover Holzschnitzer G. J. Lopatkin eine Laube-Rotunde auf dem Anwesen, und 2014 verschönerte er die Fassade des Hauses mit Schnitzereien und schuf das geschnitzte Tor „Sonnenschein“ nach einem Foto aus dem frühen 20. Jahrhundert.
Die ständige Ausstellung des Museums umfasst Werke des Künstlers, Fotografien und Erinnerungsstücke, die die Atmosphäre des Hauses wiederherstellen: antike Möbel, einen russischen Ofen, eine gewundene enge Treppe und die Staffelei, an der der Künstler arbeitete. Auch das „Porträt von N. N. Chochryakow“ des Schülers Alexej Isupow, das kurz vor seiner Abreise nach Italien gemalt wurde, ist zu sehen.
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