Im Haus, in dem sich heute das Museum befindet, lebte von 1916 bis 1968 der herausragende Organische Chemiker und Begründer der Chemie der Phosphororganischen Verbindungen, Akademiker Alexander Erminingeldowitsch Arbusow (1877-1968). Bis 1955 lebte hier auch die Familie seines ältesten Sohnes, des bekannten Chemikers, Akademikers Boris Alexandrowitsch Arbusow (1903-1991).
Die Einzigartigkeit des Museums liegt in der Erhaltung des originalen Wohnambientes, das seit der Zeit des Aufenthalts der Familie Arbusow unverändert geblieben ist. In der Ausstellung sind Möbel, eine Bibliothek, Gemälde von A.E. Arbusow, Fotografien, die Korrespondenz der Wissenschaftler mit Verwandten und Kollegen, Manuskripte wissenschaftlicher Artikel und Vorträge sowie originale Dokumente zu sehen. All dies ermöglicht es, in die Atmosphäre der Zeit einzutauchen, in der die Familie Arbusow lebte, und die Biografien dieser bemerkenswerten Menschen besser zu verstehen. Besucher können die Gedenkzimmer besichtigen, wie das Wohnzimmer, das Esszimmer, das Büro von B.A. Arbusow, die Küche und das Schlafzimmer sowie die Veranda, den dekorativen Garten und einen Raum mit einer zusätzlichen Ausstellung, die dem Leben und Wirken von A.E. und B.A. Arbusow gewidmet ist.
Die Sammlung des Museums ist nach Personen organisiert: A.E. Arbusow, sein ältester Sohn B.A. Arbusow, der jüngere Sohn J.A. Arbusow, die Tochter I.A. Arbusowa, K.L. Müfke, ein bekannter Architekt, und andere nahe Verwandte und Wissenschaftler. Besonders interessiert sind die Besucher an den Persönlichkeiten der Akademiker Arbusow, ihren menschlichen Qualitäten, Gewohnheiten, literarischen und musikalischen Interessen sowie an den Familientraditionen und Beziehungen zu Verwandten.
Ein separater Abschnitt "Kasan, die Wiege der russischen organischen Chemie" wird präsentiert, der die Kontinuität der Traditionen vom Gründer der wissenschaftlichen Richtung Zinin und Klaus bis in die Gegenwart demonstriert.
Das Museumgebäude, das etwa 1913 erbaut wurde, ist ein Beispiel für ein städtisches Herrenhaus im Stil der russischen Öklekik oder des Jugendstils. Es wurde nicht umgebaut und hat alle architektonischen Details, die innere Aufteilung und die Ausstattung der Räume bewahrt. Vor der Revolution gehörte das Haus M.D. Alexejewa, der Nichte des bekannten russischen Malers I.I. Schischkin.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.