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Haus des Bürgers S.P. Scherbakow

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Das von dem Architekten Sergej Petrowitsch Scherbakow errichtete Haus wurde zu seinem persönlichen Projekt, nachdem er viel Mühe und Talent in die Schaffung von Villen für wohlhabende Bürger investiert hatte. Er baute es an der Kreuzung der Straßen Pjaschanaja (heute Komsomolskaja) und Pochtowaja (Pobedy) nach dem Brand im Juli 1906. Das Gebäude ist im Jugendstil gehalten, der sowohl in der Holz- als auch in der Steinarchitektur Anwendung fand. In demselben Stil entwarf Scherbakow das Warenhaus „A.N. Permjakow und Söhne“, das Gut Rewjakin, das Haus der Brüder Wolguschew, wo sich zuvor die Läden der Kathedrale und das Hotel „Batumi“ befanden, sowie die Villa Sterljadkin.

Die Architektur des Hauses erinnert an die Holzvilla, die Scherbakow für den Syzraner Kaufmann Martynjan Tschernuchin errichtete, heute die städtische Ausstellungshalle. Die rechteckigen Volumen des Gebäudes sind rechtwinklig verbunden und mit einem Dachgeschoss gekrönt. Der große Saal öffnet sich zur Straße durch ein geräumiges dreiflügeliges Fenster. Charakteristische Elemente sind das Dach, die Verkleidung mit horizontalen Brettern und zwölf Zimmer mit einer Gesamtfläche von etwa 320 Quadratmetern. Außerdem gab es hier einen Anbau, eine Überdachung, eine Scheune und eine Banja.

Im Jahr 1909 wurde das Haus Scherbakows im Rahmen der landwirtschaftlichen Erhebung städtischer Immobilien auf 150 Rubel geschätzt. Zu Beginn der Revolution stieg sein Wert auf 1200 Rubel. Im Jahr 1918 wurde das Haus, wie auch andere Villen lokaler Kaufleute und Bürger, verstaatlicht. Im Hauptgebäude wurde die Schule für arbeitende Jugend Nr. 6 untergebracht, während der Anbau im Hof bis 1926 zur Vermietung von Wohnungen genutzt wurde.

Nach Jahren eröffnete im Haus Scherbakows ein Baumarkt. Seit 1977 beherbergt es die Gesellschaft „Autoliebhaber“ und eine Fahrschule. Im Jahr 1992 wurde das Gebäude in die Liste der historischen und kulturellen Objekte der Region Samara aufgenommen.

Das Schicksal von Sergej Petrowitsch Scherbakow in der Sowjetzeit bleibt unbekannt, aber es ist kaum anzunehmen, dass es glücklich war. Dennoch zieht sein Haus, das ohne Übertreibungen und architektonische Ausschweifungen auskommt, mit seiner zurückhaltenden Schönheit und Harmonie an.

Geo-Punkt

Дом мещанина С.П. Щербакова

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