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Haus der Kaufleute Neworotins: Beispiel für provinzielles Barock und Klassizismus

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Im neunzehnten Jahrhundert erreichte die rasante Verbesserung der Lebensqualität im Russischen Kaiserreich auch die Provinzen, wo neue Herrenhäuser im westeuropäischen Stil entstanden. Bezezk bildete da keine Ausnahme von diesem Modetrend, und selbst unter den wenigen Gebäuden der Stadt war der Einfluss der Zeit zu erkennen. Mehr als hundert Jahre sind vergangen, aber auch heute kann man schöne Beispiele dieses Phänomens sehen. Eines der schönsten und interessantesten Gebäude in Bezezk ist das Haus der Kaufleute Neworotins, das in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf Bestellung des wohlhabenden Kaufmanns Terentius Starobogatov erbaut wurde. In der Mitte desselben Jahrhunderts ging das Gebäude für eine beträchtliche Summe in den Besitz des erblichen Ehrenbürgers von Bezezk, Alexander Wasiljewitsch Neworin, über.

Es ist zu beachten, dass das Haus heute etwas anders aussieht als in den ersten Jahren, aber es hat immer noch sein vorrevolutionäres Erscheinungsbild. Zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ließ der Kaufmann Nikolai Nikolajewitsch Neworin, der Enkel von Alexander Wasiljewitsch, das Herrenhaus umgestalten und holte dafür einen talentierten Architekten aus Moskau, dessen Name leider heute unbekannt ist.

Das Gebäude vereint Elemente des Barock und des Klassizismus, und sein endgültiges Erscheinungsbild spiegelt den modischen Stil der Öklekik wider. Bemerkenswert ist, dass das Herrenhaus damals über ein eigenes kleines Elektrizitätswerk, Wasserleitungen und Abwasser verfügte. Besonders stolz waren die Besitzer auf das äußere Erscheinungsbild des Hauses mit dem prächtigen Eingang, der von Säulen und Figuren von Atlanten geschmückt war. Die Fassade des Gebäudes hat ein ionisches Portikus und endet mit einem figürlichen Attik, das ein dekoratives Fenster aufweist. Auf der oberen Fassade befinden sich Figuren von Fortuna und Hermes mit einem Schild, auf dem das Monogramm des Besitzers abgebildet ist. Die Seiten des Herrenhauses und die südliche Fassade beeindrucken ebenfalls mit Balkonen und zahlreichen architektonischen Elementen, von denen einige leider verloren gegangen sind.

Vor der Revolution wurde der letzte Besitzer des Herrenhauses die Staatsbank, die das Gebäude von dem Getreidehändler Nikolai Matwejewitsch Baschkitow erwarb, der es von den vorherigen Besitzern gekauft hatte.

Geo-Punkt

Дом купцов Неворотиных или пример провинциального барокко и классицизма

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