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Haus von Kropotkin

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Das Haus Nummer 26 in der Staatsgasse gehörte Jekaterina Nikolajewna Kropotkina, der Mutter des bekannten Anarchisten. Es wurde von der Großmutter des zukünftigen Theoretikers des Anarchismus, Fürstin Gagarina, erbaut. Das Haus zeichnete sich durch zwölf Fensterfronten, sechs weiße Säulen, die das elegante Giebeldach stützten, und ein Mezzanin auf der Hofseite aus und stellte ein Beispiel für die Moskauer Architektur nach dem Brand dar.

Jekaterina Nikolajewna heiratete Fürst Alexei Petrowitsch Kropotkin, der aus einem alten Fürstenhaus stammte. In diesem Haus wurde am 27. November (9. Dezember) 1842 ihr Sohn Peter geboren. Die Mutter starb, als er dreieinhalb Jahre alt war, und der Vater verkaufte bald darauf das Haus. Über mehrere Jahrzehnte wechselte das Herrenhaus von einem Eigentümer zum anderen.

Das Haus war nach dem Tod Kropotkins erneut mit ihm verbunden. Peter Alexejewitsch starb am 8. Februar 1921, und im Herbst desselben Jahres wurde ein Komitee zur Verewigung seines Andenkens gegründet. Im selben Jahr wurde die Prechistenka-Straße in Kropotkin-Straße umbenannt, und die Staatsgasse wurde zur Kropotkin-Gasse. Es wurde beschlossen, im Herrenhaus ein Kropotkin-Museum zu eröffnen und eine Gedenktafel des S. Merkurjow anzubringen.

Am 9. Dezember 1923, am Geburtstag Kropotkins, wurde das Museum eröffnet. Die Mittel für seine Gründung kamen von Anarchisten aus der ganzen Welt. In England organisierten B. Shaw und H. Wells ein Komitee zur Unterstützung des Museums, was es der Witwe ermöglichte, die persönliche Bibliothek und das Archiv von Peter Alexejewitsch aus London zu transportieren. Bis 1928 stellte das Museum eine große Ausstellung aus sieben Räumen und einer Bibliothek dar, von denen einer das Arbeitszimmer Kropotkins in London nachbildete.

Das Museum war eine einzigartige soziale Organisation, um die sich die verbliebenen Anarchisten versammelten. Doch in den Jahren 1929-30 zerstörte die GPU die Reste der anarchistischen Bewegung, und viele Mitarbeiter des Museums wurden repressiert. Die Witwe versuchte, das Museum zu erhalten, indem sie es der sowjetischen Regierung übergab, aber nach der Übergabe wurde es zur "Reparatur" geschlossen. Aus den Beständen wurden sechs Wagen voller Dokumente und Bücher entnommen, und 1939 wurde das Museum auf Anweisung Stalins endgültig geschlossen.

Im Jahr 1972 wurde das Gebäude dem Konsulat Palästinas übergeben, wobei die Raumaufteilung verändert und der Garten zerstört wurde. Dennoch hängt an der Wand des Hauses 26 bis heute eine Gedenktafel mit einem Relief von Kropotkin.

Geo-Punkt

Дом Кропоткина

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