Im Jahr 1782 erhielt Kursk seinen ersten Stadtentwicklungsplan, der von Katharina II. genehmigt wurde. Vor seiner Umsetzung war die Bebauung der Stadt chaotisch: Die Straßen schlängelten sich unordentlich, die meisten Häuser waren aus Holz und befanden sich tief in den Anwesen. Der neue Plan sah ein strenges Straßennetz vor, das bis heute weitgehend erhalten geblieben ist. Im zentralen Teil der Stadt wurden die Holzbauten durch Steingebäude ersetzt, und neue Häuser wurden entlang der roten Linie gebaut, mit der Fassade zur Straße hin. Um den Bau der ersten Viertel zu beschleunigen, konzentrierten sich die Stadtbehörden auf den Bau von Gebäuden an den Ecken von Kreuzungen. An der Ecke der Florowskaja und der Gostinnaja Straße wurde nach einem Musterprojekt das „Haus des Schatzmeisters“ errichtet, in dem ursprünglich der Beamte lebte, der für die städtischen Finanzen verantwortlich war.
Nach der Oktoberrevolution wurde in diesem Gebäude die Militärzensur der Kursker Provinz untergebracht, und später wurde es lange Zeit als Wohnhaus genutzt. In den Nachkriegsjahren befand sich im Keller ein Petroleumgeschäft. Heute beherbergt das Gebäude Büros und Geschäfte.
Im Juli 2012 wurde das „Haus des Schatzmeisters“ von der Kommission zur Erhaltung des kulturellen Erbes in Kursk in die Liste der Objekte aufgenommen, für die geplant ist, Schilder mit dem Namen des Denkmals und dem Baujahr anzubringen.
Dieses kleine zweigeschossige Steinhaus im klassizistischen Stil hat im Erdgeschoss prächtige Rustika und kleine Fenster, während es im Obergeschoss große Fenster und vier Pilaster hat, die das steile Gesims stützen. Das Gebäude ist ein Beispiel für die typische Bebauung des späten 18. Jahrhunderts, als für Wohnhäuser zentral acht Gebäudetypen entwickelt wurden, aus denen die Viertel der Provinzstädte gebildet wurden.
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