Matthias Franzewitsch Irza war ein bekannter Brauer, der im Laufe seiner Karriere ein Vermögen anhäufte und beschloss, ein Herrenhaus zu bauen, das seinem Namen würdig ist.
Leider sind keine genauen Daten darüber erhalten geblieben, wer das Projekt des Hauses entworfen hat und wer es gebaut hat, da die Archive der Stadtverwaltung verloren gegangen sind. Architekten, die den Stil des Gebäudes untersucht haben, vermuten jedoch, dass es von Ivan Klementjewitsch Malgerb entworfen wurde.
Das Haus von Irza wurde auf einem Hügel am rechten Ufer des Karasuns erbaut. Es war robust und geräumig und bestand aus sieben Zimmern und einem Wohnzimmer. Auf der linken Seite wurde die Fassade von einem halbrunden Erker mit doppeltem Licht geschmückt, der mit einer schönen Kuppel gekrönt war, die leider bei der Restaurierung verloren ging.
Dieses Haus stellte nicht nur einen architektonischen Wert dar, sondern wurde auch Zeuge dramatischer Ereignisse. Nach der Februarrevolution verließ Irza Franzewitsch, um sein Leben und seine Familie zu retten, nach Tschechien und verkaufte im Voraus sein gesamtes Eigentum.
Im August 1918, als die Freiwilligenarmee Jekaterinodar von den Roten befreite, zog der Oberbefehlshaber der Armee, Michail Wassiljewitsch Alexejew, in das Haus von Irza ein. Im Februar 1917, zur Zeit des Krieges mit Deutschland, war Alexejew einer der Initiatoren der Abdankung von Kaiser Nikolaus II. Nach dem Machtantritt der Bolschewiki fand sich der General „außerhalb der Geschichte“. Am 25. September 1918 starb er in Jekaterinodar im ehemaligen Haus des Brauers, und am 27. September wurde er in der Gruft der Kathedrale von Jekaterinodar beigesetzt. Später wurde seine Asche von der Witwe nach Belgrad überführt. Die Macht in der Freiwilligenarmee ging an A.I. Denikin über.
Mit der Errichtung der Sowjetmacht wurde im Haus von Irza der zentrale Klub des Komsomol eröffnet. Hier fand am 1. August 1920 der 1. Komsomolskongress der Region Kuban-Schwarzes Meer statt. Die Brauerei von Irza wurde „1. Mai“ genannt. Am 8. März 1934 wurde im Haus von Irza ein Eisenbahnabteilungs-Krankenhaus eröffnet, das 14 Jahre später mit der Eisenbahnpoliklinik fusionierte.
Das Haus hat Jahre und Prüfungen überstanden, wurde restauriert und beherbergt jetzt ein Hotel in diesem architektonischen Denkmal.
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