Michail Lermontow war tief in Warwara Lopuchina verliebt, doch seine romantischen Briefe richtete er auch an Anna Stolypina. Dieses Mädchen lebte im Haus Nummer 55 in der Straße, die heute als Kirov-Straße bekannt ist, aber leider ist das Gebäude nicht erhalten geblieben. Die Gefühle für Anna, die schlanke Adelige, entstanden bei Lermontow, als er erst 15 Jahre alt war, während sie bereits 23 Jahre alt war.
Lermontow widmete Anna das Gedicht "Ziehe mich nicht mit Schönheit an", in dem er schrieb: "Mein Geist ist erloschen und gealtert, Ach! viele Jahre hat ein anderer Blick, sich in meinem Verstand eingeprägt!" Doch Anna Grigorjewna erwiderte die Gefühle des jungen Dichters nicht. Lermontow litt schwer unter der unerwiderten Liebe und dachte oft an sie. In seinem Tagebuch erwähnte er: "Eines Tages stahl ich ihr eine perlenbesetzte blaue Schnur, wie ich sie schätze... begrabt mich unter dem trockenen Baum, wo ich mit Anna saß. Ich liebte unter ihm und hörte das zauberhafte 'ich liebe', das jede Ader meines Herzens mit einem krampfhaften Zucken erschütterte." Selbst während seines Studiums in Petersburg vergaß Lermontow seine Geliebte nicht. Die Schwärmerei für Anna Stolypina hinterließ einen deutlichen Eindruck in seinem Schaffen. Doch Anna Grigorjewna zog einen wohlhabenderen Bräutigam vor und heiratete den Adjutanten des Fürsten Michail Pawlowitsch Romanow.
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