Als einst an diesem Ort hölzerne Gebäude standen, entstand hier ein Steinhaus, das dem Sohn des Kaufmanns Michail Ivanowitsch Prigodin gehörte. Vor dem Krieg von 1812 wurde es von Warwara Dmitrievna Poluektova bewohnt. Ende der 1830er Jahre verkaufte sie das Anwesen an den Hofrat Iwan Danilowitsch Loris-Melikow, der beschloss, das Haus umzubauen. Dazu lud er den Architekten Michail Dorimedontowitsch Bykovski ein, der in der Familie italienischer Architekten, der Gilliardis, studiert hatte. Unter seinen Mitschülern war der Italiener Konstantin Lwowitsch Minelli, dessen Schwester Emilia die Frau von Bykovski wurde.
Das Familienglück brachte Erfolg in der Karriere. 1836 übernahm Bykovski die Leitung der Architekturschule und arbeitete aktiv in Moskau. Seine Liebe zu seiner Frau blieb unverändert, doch 1841 starb Emilia bei der Geburt ihres Sohnes Konstantin. Zu ihrem Andenken baute Bykovski die Kapelle der Heiligen Emilia in der katholischen Kirche von Peter und Paul. Zu dieser Zeit erhielt er auch den Auftrag für das Haus von Loris-Melikow in derselben Gasse, in der sich die Kirche befand.
Dieses zweigeschossige Haus im Stil des späten Klassizismus sollte ein würdiges Denkmal für seine Frau werden. Das Erdgeschoss ist mit Rustika und fast quadratischen Fenstern geschmückt, was dem Gebäude Monumentalität verleiht. Das zweite, repräsentative Geschoss zeichnet sich durch hohe halbrunde Fenster mit geschnitzten Holzrahmen aus, die fast die einzigen sind, die in Moskau erhalten geblieben sind.
Die Innenräume des Hauses sind prächtig und elegant, wie ein echtes Palais: Stuck- und bemalte Decken, geschnitzte Türen, Marmorsäulen und -böden, Skulpturen und reliefierte Friese. Eine Treppe aus Kaskin-Guss führt in das zweite Geschoss. Hinter dem Haus befindet sich ein halbkreisförmiges Gebäude der Stallungen, das einen gemütlichen Innenhof des Anwesens bildet.
Das von Bykovski geschaffene Haus in der Miljutin-Straße vereint Intimität und Pracht, Festlichkeit und Gemütlichkeit.
In den 1870er Jahren ging das Haus in andere Hände über, und dann entstand ein Dachgeschoss. 1891 erwarb Sofia Ivanowna Ekizler das Anwesen, die die Räume vermietete.
1928 wurden im Haus Kommunalwohnungen eingerichtet, die später durch Büros und ein Wohnheim des Instituts ersetzt wurden. Das Gebäude wurde beschädigt, und fast das gesamte Interieur wurde zerstört. 1988 wurde das Haus an den Allrussischen Kulturfonds übergeben, der eine sorgfältige Restaurierung durchführte und die Architektur und den Dekor der Innenräume wiederherstellte.
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