Bis zur Revolution war Rostow am Don eine der wohlhabendsten Städte im Süden Russlands. Hier sind zahlreiche architektonische Denkmäler aus der Anfang des letzten Jahrhunderts erhalten geblieben, darunter das ehemalige Haus der Börsengesellschaft, das 1912 im damals beliebten Jugendstil erbaut wurde.
Dieses Haus wurde zum Zentrum des Geschäftslebens der Stadt. In seinen Mauern versammelten sich die reichsten Kaufleute der Don-Region, wie die Paramonows, Skaramanagas, Panchenkos, Maximows und andere. Hier wurden Geschäfte über den Kauf und Verkauf von Waren, Transaktionen mit Wertpapieren und ausländischer Währung abgewickelt. Doch mit dem Kommen der sowjetischen Macht wurde das Gebäude beschlagnahmt, und vielen Kaufleuten blieb nur die Flucht, was nicht allen gelang. So verlor Rostow am Don viele unternehmerische Menschen, die einen bedeutenden Beitrag zu seiner Entwicklung geleistet hatten.
Heute ist das Gebäude der ehemaligen Börsengesellschaft restauriert und als Objekt des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung anerkannt.
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