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M.V. Sokol Mietshaus

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Die Geschichte der Mietshäuser in Moskau beginnt im späten 18. Jahrhundert, als das erste solche Haus in der Ilinka-Straße (heutige Gebäude 8 und 10) nach einem Entwurf von Matwei Kazakow zwischen 1785 und 1790 erbaut wurde. In den 1870er Jahren verbreiteten sich Mietshäuser in der Hauptstadt, und der eigentliche Bauboom begann Ende der 1890er Jahre und dauerte bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914. In dieser Zeit blühte in Moskau der architektonische Stil des Jugendstils, der Elemente verschiedener europäischer Schulen vereinte. In Österreich beispielsweise wurden Mehrfamilienhäuser mit Geschäften im Erdgeschoss zum dominierenden Objekt des Jugendstils.

Der Architekt Ivan Pawlowitsch Maschkow drückte in seinem Entwurf die grundlegenden Prinzipien des Jugendstils und des Wiener Secessionsstils aus. Charakteristische Merkmale des Gebäudes sind die Asymmetrie der Fassade und die Vielfalt der Verzierungen, einschließlich eines Majolika-Panels, keramischen Friesen, Stuckdekors und metallischen Elementen in der Gestaltung von Balkonen, Vordächern und Toren.

Das fünfstöckige Gebäude hat die Form eines Quadrats mit einem Innenhof und mehreren Baukörpern. Es wurde von der roten Baugrenze der Straße zurückgesetzt, um eine bessere Sicht vom schmalen Kuznetski-Brücke zu ermöglichen.

Der erste Eindruck wird von einem figürlichen Attik mit einem Majolika-Panel geprägt, das einen schwebenden Falken über einer Meereslandschaft darstellt, geschaffen von Nikolai Nikolajewitsch Sapunow. Alle keramischen Arbeiten wurden im Butyrker Keramikwerk „Abramtsevo“ ausgeführt, das für seine Produkte für das Hotel „Metropol“ bekannt ist.

Das Panel ist durch Lisenen unterteilt, die in tumbartige Stützen mit einem metallenen Aufsatz übergehen, die möglicherweise vergoldet waren. Dieses Element, ebenso wie die Verkleidung der Fassade mit Majolika, wurde von dem Meister des österreichischen Jugendstils Otto Wagner in seinem „Majolikahaus“ in der Linke Vinzeyle verwendet.

Neben dem Hauptpanel ist das Haus mit keramischen Friesen verziert, die die Fenster des vierten und fünften Stocks „aufreihen“. Die reliefierten Kacheln „Fisch“ wurden nach einem Entwurf von Michail Wrubel gefertigt.

Das Haus zeichnet sich durch die für den Jugendstil typischen vorspringenden Vordächer, Erker und Balkone aus. Wohnungen mit einem Erkerzimmer galten als prestigeträchtig.

Die metallene Umrahmung der Fassade umfasst schmiedeeiserne Elemente in der Umzäunung der Balkone, Elemente der Brüstungsgitter auf dem Dach, die das figürliche Attik stützen, und ein elegantes Vordach über dem Balkon.

Einige architektonische Details der Fassade gingen während der Umbauten in den Jahren 1930-1970 verloren. Das schmiedeeiserne Brüstungsgitter entlang des Gesimses und die reliefierte Umrahmung über dem Gesims des Attiks sind verschwunden, was ihn einfacher und unvollendeter erscheinen lässt. Auch andere Verluste sind im Entwurf von Ivan Maschkow deutlich sichtbar.

In verschiedenen Jahren lebten in den möblierten Wohnungen der Dirigent des Bolschoi-Theaters J.F. Fajer, die Schauspielerin E.N. Gogoleva und die Opernsängerin E.I. Zbrueva. Im Erdgeschoss befanden sich ein italienischer Verlag und die Lesestube „Dante Alighieri“, das Handelsunternehmen „Sherer Nabgolz und Co.“ sowie ein Restaurant. Seit den 1960er Jahren nimmt ein Teil des Gebäudes die GPK „Mosprojekt-3“ ein. Nach einer kürzlichen Restaurierung erhielt das Gebäude das Aussehen jener Zeit zurück. Das Mietshaus M.V. Sokol wurde als Denkmal der Architektur regionaler Bedeutung anerkannt.

Geo-Punkt

Доходный дом М.В.Сокол

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