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Einkaufsgebäude Grjaznov

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Vor der Restaurierung in den 2000er Jahren sahen die Häuser Nr. 17 und 19 an der Ostozhenka wie ein einheitliches Gebäude aus. So war es auch in den 1920er Jahren, als hier eine Klinik eröffnet wurde. Doch das Haus Nr. 17 ist ein separates Einkommenshaus, das 1901 auf Bestellung des bekannten Teehändlers W.I. Grjaznov errichtet wurde. Das Projekt des Gebäudes wurde vom berühmten Architekten Lew Kekushev entworfen.

Im Jahr 1900 erwarb die Familie Kekushev ein Grundstück in der Ostozhenka-Straße, wo der Architekt plante, ein Herrenhaus für sich und seine Frau zu bauen. Nachbar von Kekushev wurde W.I. Grjaznov, der dem Architekten den Bau eines Einkommenshauses anvertraute. 1901 wurde ein Projekt bei der Verwaltung eingereicht, das vom jungen Architekten S.S. Schutman unterschrieben war. Fachleute sind sich jedoch einig, dass das Gebäude zweifellos Kekushev gehört. Schutman war ein ständiger Assistent von Kekushev, verlor jedoch leider früh sein Augenlicht. Trotz dessen unterstützte Kekushev ihn weiterhin und sorgte für Aufträge, was möglicherweise erklärt, warum das Projekt im Namen des Assistenten und nicht des Meisters selbst unterschrieben wurde.

Das Grjaznov-Haus an der Ostozhenka ist ein kleines dreigeschossiges Gebäude mit einem Untergeschoss. Die Fassade wird von einem kleinen Balkon geschmückt, und der höhere, eckige Teil des Gebäudes hat halbkreisförmige Fenster mit Rittermasken. Eine der Masken ist von der Ostozhenka-Seite an der Hauptfassade sichtbar, die andere an der Seitenfassade, die auf den Platz führt. Der Eingang ist durch einen Risalit mit sanft geschwungenem Gesims hervorgehoben. Die Fenster des Untergeschosses und des dritten Stocks haben abgerundete Ecken, was für den Jugendstil charakteristisch ist. Filigrane schmiedeeiserne Geländer schmücken die Balkone, und schmiedeeiserne Gitter die Fenster des Sockelgeschosses. Die Wände des Erdgeschosses sind mit Rustika verkleidet, während das zweite und dritte Geschoss mit keramischen Fliesen in Hautfarbe verkleidet sind. Rechts schließt das Grjaznov-Haus an das Haus Kekushev an und wirkt wie ein einheitliches Ganzes.

Links vom Haus befindet sich jetzt ein kleiner Platz. Bis 1935 stand hier die Kirche der Auferstehung des Wortes an der Ostozhenka, und die Gestaltung der Fassade des Hauses korrespondierte mit dieser Kirche, aber jetzt ist diese Kombination nicht mehr zu bewerten.

In den 1920er Jahren wurden die Häuser Nr. 17 und 19 zusammengelegt, und darin wurde eine Moskauer Klinik untergebracht, in der der Chirurg A.I. Bakunin arbeitete. Hier starb 1925 Patriarch Tikhon. In den 1980er Jahren stand auf dem Schild am Eingang zur Klinik „Stationär“. In den 2000er Jahren wurde das Einkommenshaus Grjaznov visuell vom benachbarten Gebäude getrennt.

Im Jahr 2019 wurde die Restaurierung der Fassaden des Einkommenshauses abgeschlossen.

Geo-Punkt

Доходный дом Грязнова

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