Die Fotoarbeiten des Nischni Nowgoroders M.P. Dmitriev (1858-1948) erhielten stets Auszeichnungen auf russischen und ausländischen Fotowettbewerben der vorrevolutionären Zeit. Seine "Wolga-Kollektion", die den Höhepunkt seines Schaffens darstellt, erntete nicht nur begeisterte Kritiken, sondern wurde auch als grundlegend für die publizistische Fotoreportage anerkannt. Um die längste Reportageaufnahme zu erstellen, benötigte der Meister harte Arbeit, finanzielle Investitionen und zehn Jahre Arbeit.
Dieser energische Mensch besuchte zahlreiche Orte entlang der Wolga und hielt auf Film großartige Landschaften und Szenen aus dem Leben einfacher Menschen fest. Die Arbeiten von Dmitriev können als lehrreiche Chronik des Lebens in der Region Nischni Nowgorod und ganz Russland betrachtet werden.
Im Alter von vierzehn Jahren kam er nach Moskau, wo seine Mutter ihn als Assistenten beim bekannten Fotografen M.P. Nastyukov unterbrachte, der sogar Mitglieder der kaiserlichen Familie empfing. Hier sammelte Maxim Erfahrung und erzielte Erfolge in der Beherrschung des künstlerischen Handwerks. Die Feinheiten der Grafik erlernte er im Zeichenunterricht an der Stroganov-Schule.
Auf der Nischni Nowgoroder Messe 1874 lernte Maxim den örtlichen Fotografen A.O. Karelin kennen, der europäische Bekanntheit erlangt hatte. Diese Bekanntschaft veränderte sein Schicksal, und später wurde er Schüler von Andrei Osipovich.
Die ersten selbstständigen Arbeiten von Dmitriev zeichneten sich durch eine starke soziale Ausrichtung aus. Nachdem er eine Serie von Fotografien auf der Moskauer Jubiläumsfotowettbewerb 1889 präsentiert hatte, wurde offensichtlich, dass ihm eine große Zukunft bevorstand.
Daraufhin erlangte Dmitriev Anerkennung in Europa und den USA und wurde als herausragender Porträtist und Pionier der Reportagefotografie berühmt. Er engagierte sich auch in der Wohltätigkeit und ethnografischen Forschung. Sein kommerzieller Instinkt ermöglichte es ihm, ein eigenes Fotostudio zu eröffnen.
Nach seinem Tod im Jahr 1948 wurde das Haus, in dem sich Dmitrievs Atelier befand, zum ersten Fotomuseum in Russland. Heute können Bewunderer die besten Arbeiten des Fotografen in seinen Ausstellungen sehen.
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