Die Datscha, die dem bekannten Professor Kowalewski gehörte, wurde Ende der 1890er Jahre im Stil einer mittelalterlichen Burg erbaut. Nach der Nationalisierung wurde das Gebäude als Kinder-Sanatorium genutzt und ist heute ein reglementiertes Objekt. Die Architektur hat erhebliche Veränderungen erfahren, und das heutige Gebäude erinnert nur teilweise an das Original.
Pawel Iwanowitsch Kowalewski (1849-1931) war ein russischer konservativer Publizist und gesellschaftlicher Akteur, Psychiater, Professor und Dekan der medizinischen Fakultät der Kaiserlichen Universität Charkow sowie Professor und Rektor der Kaiserlichen Universität Warschau. Er lehrte auch an der Kaiserlichen Universität Kasan und der Universität St. Petersburg.
Kowalewski schrieb über 300 Bücher, Broschüren und Artikel zur Psychiatrie und Neuropathologie. Dazu gehören Werke wie „Leitfaden zur richtigen Pflege von psychisch Kranken“, „Gerichtspsychiatrie“, „Psychische Krankheiten für Ärzte und Juristen“, „Psychologie des Geschlechts“ und andere. Er veröffentlichte das erste einheimische Handbuch zur Psychiatrie.
P. I. Kowalewski genoss auch als Historiker Ansehen. Seine Arbeiten, wie „Die Völker des Kaukasus“, „Die Eroberung des Kaukasus durch Russland“ und „Geschichte der Kleinrussland“, waren in der vorrevolutionären Russland populär, wurden jedoch in der Sowjetzeit wegen ihrer als reaktionär anerkannten Inhalte nicht veröffentlicht.
Kowalewski war einer der ersten, der historische Analysen anwandte, um psychologische Porträts herausragender Persönlichkeiten zu erstellen. Sein Buch „Psychiatrische Skizzen aus der Geschichte“ brachte ihm wohlverdienten Ruhm.
Er war der Vorsitzende des Russischen Nationalclubs, Mitglied des Rates des Allrussischen Nationalbundes und der Russischen Versammlung. Er starb im Exil.
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