Einst war der Ischewsker Teich ein beliebter Erholungsort für die Stadtbewohner. Ende des 19. Jahrhunderts entstand hier eine exklusive Datschenkolonie, deren Schmuckstück das Terem des Kaufmanns Ivan Fjodorowitsch Petrow war. Er besaß eine Waffenfabrik, deren Produkte sich im gesamten Russischen Kaiserreich verbreiteten, von den Ural bis zum Kaukasus. Im Winter lebte Petrow in der Stadt, während er den Sommer in der Datscha bevorzugte. Ivan Fjodorowitsch war ein Liebhaber der russischen Holzarchitektur, weshalb seine Residenz im Stil der alten nationalen Architektur gestaltet ist: mit einer Laube, verzierten Türmchen und spitzbogigen Fenstern. Die Raumaufteilung des Hauses ist interessant durch die Vielfalt der Wohn- und Abstellräume, die sich in Größe und Deckenhöhe unterscheiden. Im Terem gibt es viele Fenster, einige davon wiederholen sich.
Damals diente die Datscha nicht nur als Erholungsort, sondern auch als Kulturzentrum, wo Treffen mit Vertretern der kreativen Intelligenz, musikalische Abende und Teestunden stattfanden. Die Bewohner des Terems liebten es, mit einem Motorboot über den Ischewsker Teich zu fahren. Im Winter waren die Freizeitaktivitäten anders. Der Sohn des Kaufmanns, Nikolai Petrow, erinnerte sich: "Ich erinnere mich sehr gut daran, wie im Winter ein großer Eislaufplatz am Teich angelegt wurde, umgeben von kleinen Tannen, und dort spielte ein Blasorchester. Auch auf dem Eis des Teiches fuhren wir mit Buer, leichten Booten auf Schlittschuhen."
Ein neues Kapitel in der Geschichte des Holzterems begann nach der Verstaatlichung des Gebäudes. Die Kaufleute wurden vertrieben, und das Haus wurde zu einem Sanatorium für Arbeiter. Später wurde hier ein Pionierlager eingerichtet, das bis Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts funktionierte. Heute, ohne Besitzer, verfällt das Gebäude rasch, obwohl das Terem im Jahr 2019 in die Liste der Objekte des kulturellen Erbes von regionaler Bedeutung der Udmurtischen Republik aufgenommen wurde.
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