Das udmurtische Land ist berühmt für seine architektonischen Meisterwerke, und eines der bemerkenswertesten Gebäude im Mittleren Priikamje ist die Datscha des Kaufmanns Pawel Baschenin. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war er Bürgermeister von Sarapul und leistete einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung seiner Heimatregion, indem er Schulen und Straßen baute und Wasserleitungen sowie Elektrizität verlegte. Im Winter lebte er im städtischen Haus, während er den Sommer in seiner Datscha verbrachte, um die es hier geht.
Diese prächtige Datscha wurde 1909 nach einem Entwurf des Moskauer Architekten Pawel Trubnikow erbaut. Der Architekt wählte den damals beliebten Jugendstil und fügte einige gotische Elemente hinzu, was dem Gebäude Ähnlichkeit mit einer mittelalterlichen Burg verleiht. Auf den ersten Blick scheint das Haus vollständig aus Holz zu bestehen, aber tatsächlich wurde es aus Ziegeln errichtet und anschließend mit Holz verkleidet. Die Höhe der Datscha ist beeindruckend und erinnert an ein städtisches Mehrfamilienhaus, obwohl es nur zwei Etagen und einen geräumigen Dachboden hat.
Für seine Zeit war das Gebäude gut ausgestattet: Es gab Elektrizität und Heizung. Der Architekt kümmerte sich auch um das umliegende Gelände. Der Weg vom Eingang führte zu einem wunderschönen Obstgarten, neben dem sich der Brunnen "Kinder im Regen" befand, der die Kinder des Besitzers symbolisierte. Im Inneren war die Datscha ebenso luxuriös wie von außen: Die Böden waren mit teuren Teppichen bedeckt, die Räume waren mit eleganten Möbeln eingerichtet und die Wände waren mit malerischen Gemälden geschmückt. Baschenin sammelte auch eine beeindruckende Bibliothek.
Im Jahr 1917 ging die Datscha, wie viele andere adlige und kaufmännische Gebäude, in den Besitz des Staates über. In den ersten Jahren der Sowjetmacht wurde das Haus als Waisenheim genutzt, und später wurde auf seiner Basis das Kinderrepublikanische Sanatorium Nr. 1 organisiert. Doch dann begannen schwierige Zeiten: Nach dem Umzug des Sanatoriums begann das Gebäude schnell zu verfallen. Glücklicherweise nahm sich das Museum für Geschichte und Kultur des Mittleren Priikamje seiner Wiederherstellung an. Dank der Bemühungen der Mitarbeiter des Museums wurde die Datscha restauriert und hier wurde der Kunst- und Ausstellungskomplex "Datscha Baschenin" eröffnet.
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