Die Datscha von Viktor Ivanovich Pribytkow, bekannt als "Admiral", ist eines der seltenen Gebäude im neoromanischen Stil und befindet sich im Dorf Pribytkovo, nahe Gatschina, in der Schulstraße. Das Gebäude wurde 1900 errichtet und zieht mit seiner asymmetrischen Architektur die Aufmerksamkeit auf sich. Die Fassaden sind mit Fenstern verschiedener Formen geschmückt, die jeweils von hölzernen Rahmen mit Darstellungen von Drachen, Eichhörnchen, Vögeln und Baumzweigen umgeben sind. An der Seite des Hauses befindet sich eine Veranda mit Buntglasfenstern, die maritime und bergige Landschaften darstellen. Es gibt eine Legende, dass diese Buntglasfenster nach Skizzen von Wrubel geschaffen wurden, jedoch gibt es keine dokumentarischen Beweise dafür, was ihren künstlerischen Wert nicht mindert. Der Name des Architekten des Gebäudes bleibt unbekannt.
Viktor Ivanovich Pribytkow, ein im Ruhestand befindlicher Kapitän zur See, erhielt unter den Einheimischen den Spitznamen "Admiral". Er trug aktiv zur Entwicklung des Spiritismus in St. Petersburg und Russland Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Als Chefredakteur der Zeitschrift "Rebus", die dem Spiritismus und Mediumismus gewidmet war, führte Viktor Ivanovich in seiner Datscha zahlreiche Sitzungen durch, an denen sowohl seine Verwandten als auch Vertreter der Petersburger Elite teilnahmen. Während einer dieser Sitzungen verstarb er.
Im Jahr 1903 erwarb Heinrich Ottowitsch Burman, der Besitzer eines Gusseisen- und Maschinenbauwerks in der Hauptstadt, die Datscha. Nach den Erinnerungen der Einheimischen schenkte er dieses prächtige Herrenhaus seiner Geliebten, der Petersburger Schauspielerin Irina, über die bisher wenig bekannt ist. Sie lebte hier im Sommer und empfing oft Gäste aus der Theater- und Musikwelt sowie bekannte Nachbarn. Berichten zufolge besuchte die berühmte Sängerin russischer Romanzen, Anastasia Vjalzewa, oft diesen Ort. Der älteste Bewohner des Dorfes Pribytkovo, Faddei Marcellinovich Kozlovsky, erinnerte sich, dass vor der Revolution an der Pforte des Anwesens eine metallene Tafel mit der Aufschrift "Datscha Irinina" hing.
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