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Kirche der Empfängnis Johannes des Täufers in Gorodischtsche

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Die Kirche befindet sich im ehemaligen Bischofsdorf Gorodischtsche. Laut den Forschungen von B. L. Altschuller wurde der Tempel in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erbaut, während neuere Daten von S. V. Zagrajewski auf den Beginn des 14. Jahrhunderts hinweisen. Das Gebäude wurde aus grob behauenen weißen Steinen errichtet. Bis heute sind die Wände des viereckigen Teils etwa bis zur Hälfte der Höhe und die Wände der Apsiden erhalten geblieben. Im 16. Jahrhundert wurde der Tempel erheblich umgebaut: Der obere Teil des Gebäudes wurde neu aus Ziegeln und glatt behauenem weißen Stein errichtet, und die Fassaden wurden durch Lisenen in drei Felder unterteilt. 1780 wurden ein neuer Glockenturm und eine mit ihm verbundene Traufkirche erbaut. Nach zahlreichen Umbauten entstanden in der Kirche drei Altäre: der Hauptaltar zu Ehren der Empfängnis Johannes des Täufers und zwei in der Traufkirche, zu Ehren des Heiligen Nikolaus und des Apostels Jakobus, des Bruders des Herrn. In den Jahren 1965 und 1969 wurde der Tempel unter der Leitung von M. B. Tschernyschew restauriert, wodurch ihm das vermutete Aussehen des 16. Jahrhunderts zurückgegeben wurde.

Ursprünglich war der Tempel ein einschiffiges Gebäude mit Eckpfeilern, die die Stützbögen hielten. Nach dem Umbau des oberen Teils und dem Bau der Kreuzkuppel wurde das Gebäude zu einer säulenlosen Stadtkirche, die für die Moskauer Architektur des 16. Jahrhunderts charakteristisch ist. Heute ist das Gebäude mit drei Tambouren und einem Glockenturm geschmückt. Der zentrale Tambour ist lichtdurchlässig, während die seitlichen blind sind. Der Glockenturm hat eine quadratische Basis, einen achteckigen Glockenstuhl und ein Zelt mit Schalllöchern. Die Traufkirche besteht aus drei Teilen mit Kreuzgewölben. An der Nordseite des Eingangs zur Kirche ist in der Wand ein geschnitzter weißer Steinblock aus dem 14. Jahrhundert im Mörtel befestigt. Nach Meinung von N. N. Woronin zeigt er ein Einhorn, während S. V. Zagrajewski einen Basilisken sieht. Die Schnitzerei auf diesem Block erinnert an den Stil der Wladimir-Baumeister des 12. Jahrhunderts. Der Originalblock wird jetzt im Kolomensker Heimatmuseum aufbewahrt, während an der Kirche eine Gipskopie angebracht ist.

Vor der Revolution wurde in der Kirche das Evangelium von 1661 aufbewahrt. Besonders wertvoll war der alte Ikonostase. Von den Ikonen des 14. Jahrhunderts ist nur eine erhalten geblieben, „Johannes der Täufer, Engel der Wüste“, die sich in den Beständen der Tretjakow-Galerie befindet.

Geo-Punkt

Церковь Зачатия Иоанна Предтечи в Городище в Коломне

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