Der Allheiligen-Tempel befindet sich auf dem Gelände des städtischen Friedhofs „Marjina Roscha“, der 1939 am Stadtrand in einem gleichnamigen Waldgebiet angelegt wurde.
Dieser Ort ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt und wird in Dokumenten dieser Zeit als „Wüstung Marjino“ erwähnt. Der Legende nach lebte hier die Atamanin Marja, die sich mit Raub auf dem Weg nach Moskau beschäftigte. 1965 wurde hier ein Denkmal für militärische Ruhm zu Ehren der Soldaten eröffnet, die während des Zweiten Weltkriegs 1941-1945 in den Krankenhäusern der Stadt starben. Auf dem Friedhof ruhen viele Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kunst sowie bedeutende Militärführer Nischni Nowgorods. Laut einigen Angaben befinden sich hier auch die Gräber von Geistlichen.
1997 wurde auf dem Friedhof ein Denkmal zum Gedenken an die nischni nowgorodischen Krieger eröffnet, die am 6. März 1996 in Tschetschenien gefallen und in Marjina Roscha beigesetzt wurden.
2002 entstand ein Denkmal für die U-Bootfahrer, die tragisch im August 2000 auf dem Atom-U-Boot „Kursk“ ums Leben kamen und hier beigesetzt wurden.
Der Bau der Kirche begann 1997, inspiriert von den tragischen Ereignissen in Tschetschenien, als am 6. März 1996 10 Mitarbeiter des Wolga-Wjatka RUBOP im Kampf fielen. Angehörige und Kameraden beschlossen, ihr Andenken zu verewigen, indem sie eine Kirche errichteten.
An der Spitze der Initiativgruppe stand V. A. Kudrjavtseva, die Mutter eines der Gefallenen. 1998 wurde der erste Stein gelegt, und am 25. Dezember 1999 wurde die Kirche geweiht. Ursprünglich war die Kirche klein, mit einer Fläche von 36 qm, und bot nicht genug Platz für alle Interessierten. Durch die Bemühungen des Kuratoriums, dem bekannte Bürger und Unternehmer angehörten, wurde zum Fest Allerheiligen im Jahr 2001 ein Vorraum gebaut, und die Gottesdienste fanden in einem geräumigeren Raum statt.
Der Glockenturm, der aus acht Glocken mit einem Gewicht von 8 bis 500 Kilogramm besteht, wurde erweitert und mit der Kirche verbunden.
Bis November 2002 wurde die Wandmalerei des Gebetsraums unter der Leitung des Restaurator-Künstlers N. E. Juschkov abgeschlossen. Die Fassade der Kirche wurde mit keramischen Ikonen geschmückt, die vom Volkskünstler Russlands V. P. Grischin geschaffen wurden.
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