Etwas südlich der alten Festungsmauern der Stadt Romanow liegt seit jeher der Romanowski Posad. Dieser Ort wurde ursprünglich Leonjewka genannt, zu Ehren der verlorenen Kirche des heiligen Leonid von Rostow. Bis heute gibt es hier die Leonjewskaja Straße, die zum Friedhof führt. Von der Zeit des Posads ist nur ein Denkmal übrig geblieben, die steinerne Kirche der Himmelfahrt des Herrn. Es ist bekannt, dass an der Stelle der heutigen Kirche früher zwei Holzkirchen standen. Eine von ihnen, die kalte, brannte 1743 bei einem großen Feuer nieder, während die zweite, die warme Winterkirche der Paraskeva Pjatniza, ebenfalls durch Feuer beschädigt wurde, aber wiederhergestellt wurde und noch einige Zeit bestand.
Nach einigen Jahrzehnten brannte die Pjatniza-Kirche erneut nieder, und es wurde beschlossen, sie nicht mehr zu restaurieren. An ihrer Stelle wurde ein zweigeschossiger kubischer Tempel der Himmelfahrt des Herrn mit einer Tafel und einer fünfkuppligen Vollendung errichtet. Über der Tafel wurde eine weitere Kuppel errichtet. Die untere, warme Kirche wurde 1795 zu Ehren des Ikonenbildes der Gottesmutter "Znamienie" geweiht, während die obere, Sommerkirche bis 1815 fertiggestellt und zu Ehren der Himmelfahrt des Herrn geweiht wurde. Auch die Altäre zu Ehren der Paraskeva Pjatniza und des heiligen Sergius von Radonesch wurden geweiht. Der achteckige Glockenturm, der 1810 erbaut wurde, ist bemerkenswert, da er wie aus der Mitte der Tafel "wächst", was mit der langen Geschichte des Baus des Komplexes verbunden ist. Die Kirche wurde durch die Bemühungen des romanowschen Kaufmanns Grigori Karpowitsch Syrejshchikov und der Gemeindemitglieder erbaut. Dank der Unterstützung der Kaufleute Sergei Michailowitsch und Michail Sergejewitsch Nowikow wurde die Kirche ständig repariert und erneuert, kirchliche Utensilien, Gewänder und Bücher wurden angeschafft, und es wurde ein zweigeschossiges Haus für das Kirchenpersonal gekauft. Sergei Michailowitsch war 18 Jahre lang der Vorsteher der Kirche. Die Sommerkirche wurde bemalt, aber nach ihrer Schließung wurden die Malereien mit Ölfarbe übermalt, obwohl die Darstellungen der Heiligen noch sichtbar sind.
Heute ist die Kirche in Betrieb. Die Himmelfahrtskirche ist ein Beispiel für ein provinzielles Kultgebäude des späten 18. Jahrhunderts: es handelt sich um einen zweigeschossigen Tempel vom Tafeltyp mit einer unteren warmen und einer oberen kalten Kirche sowie einem integrierten Glockenturm. Im Süden schließt sich ein Vorbau an die Kirche an. Die dekorative Ausstattung ist zurückhaltend. Besonders schön ist die Kirche von der Südseite: sie ist geometrisch korrekt und schlank.
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