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Kirche der Erhebung des Kreuzes des Herrn in Livadia

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In wenigen Kilometern von Jalta entfernt liegt einer der bekanntesten Orte der Krim, der Kurort Livadia. Jährlich kommen Tausende von Touristen hierher, um den Livadia-Palast zu besuchen, der als Sommerresidenz der russischen Zaren diente. Während der Führung wird den Gästen unbedingt die Palastkirche gezeigt, in der drei Generationen von Kaisern beteten: Alexander II., Alexander III. und Nikolai II.

Im Jahr 1860 erwarb das Herzogliche Amt das Anwesen des Grafen L.S. Potocki zum Bau des Palastes. Kaiser Alexander II. schenkte Livadia seiner Frau, der Kaiserin Maria Alexandrowna, die an Tuberkulose litt und eine Behandlung im Süden benötigte. Der Architekt Ippolit Monighetti erhielt den Auftrag, einen architektonischen Komplex zu schaffen, der zwei Paläste, Dienstgebäude, Gewächshäuser, Schwimmbecken und die Palastkirche umfasste. Die 1864 aus einer Kirche umgebaute Kirche war nach Süden ausgerichtet, nicht nach Osten, wie es in der Orthodoxie üblich ist. Monighetti gestaltete sie im byzantinischen Stil, inspiriert von der antiken griechischen Kirche des Heiligen Lukas. Der Tempel war für die kaiserliche Familie und den engsten Kreis gedacht. Das Gebäude hat die Form eines Kreuzes, das sich von Norden nach Süden erstreckt, und ist mit einer Kuppel auf einem Lichttrommel geschmückt, die später ersetzt wurde. Die östliche Wand ist mit Bogenfenstern verziert, und in der Gestaltung wurden Ornamente im Stil des Kaukasus verwendet.

Das Innere der Kirche ist ebenfalls im byzantinischen Stil vom Künstler Izello nach Entwürfen von Monighetti gestaltet. Die Ikonen wurden vom bekannten Künstler Alexander Egorovich Beideman gemalt, wofür er mit dem Orden des Heiligen Stanislaus 2. Klasse ausgezeichnet wurde. Ein besonderes Schmuckstück war der Ikonostase aus weißem Marmor, mit kaiserlichen Toren und Altartüren aus geschnitztem Bronze. Auf beiden Seiten des Ikonostase standen zwei Analoge: eines mit der Kirchenikone, das andere mit einem alten Bild, das mit Edelsteinen geschmückt war. Vor dem Ikonostase standen silberne Kerzenständer. Die Decke der Kirche war blau mit goldenen Sternen, was den Himmel symbolisierte, und in der Mitte hing ein Kronleuchter. Von der Kirche führte eine kleine Tür zur Sakristei, von wo aus man in das Büro von Kaiser Alexander III. gelangen konnte.

Neben dem Tempel wurde nach dem Entwurf von D.I. Grimm ein Glockenturm erbaut, der mit geschnitzten Ornamenten verziert war. Unter Alexander III. wurde eine Marmorsäule zur Erinnerung an den Russisch-Türkischen Krieg 1877-1878 errichtet. Wegen eines undichten Daches wurde das Hauptikone beschädigt, die durch ein Mosaik ersetzt wurde, das 1888 von der Firma A. Salviati angefertigt wurde.

Bei der Umgestaltung des Palastes in den Jahren 1910-1911 bewahrte der Architekt N.P. Krasnov das Gebäude der Kirche und nahm kleine Änderungen vor. Er vergrößerte die Kapelle und schloss die Galerie, die den Tempel mit dem Palast verband. Der Portal wurde mit einem Mosaik-Ikone des „Erzengels Gabriel“ geschmückt, die in der Werkstatt des Professors P.P. Chistyakov angefertigt wurde, der auch den neuen Vorraum malte.

In der Livadia-Kirche fanden wichtige Ereignisse für die kaiserliche Familie und Russland statt. Im Jahr 1894 starb hier Alexander III., und es fanden eine Totenmesse und der Eid von Nikolai II. statt. Der Heilige Johannes von Kronstadt salbte die Braut von Nikolai, Prinzessin Alice von Hessen, die zur Fürstin Alexandra Fjodorowna wurde. Die Hochzeit von Nikolai II. und Alexandra Fjodorowna fand jedoch aufgrund von Einwänden der Verwandten nicht in Livadia statt.

Nach der Errichtung der sowjetischen Macht wurde in Livadia ein Sanatorium eröffnet, während die Kirche geschlossen und als Klub, Lager und Museum genutzt wurde. Nur das Mosaik des Erzengels Gabriel und der Glockenturm erinnerten an die Vergangenheit. Der Ikonostase und die Marmorverkleidung sind nicht erhalten geblieben, die Wände wurden grau marmoriert. Doch das Mosaikpaneel zum Thema der Erhebung des Kreuzes des Herrn behielt seine Helligkeit.

Im Jahr 1991 wurden die Gottesdienste in der Kirche wieder aufgenommen. Die Wiederbelebung verlief langsam: Zuerst erschien ein Ikonostase aus Sperrholz, dann ein Eichenanaloge mit Schnitzereien. Links und rechts vom Altar wurden geschnitzte Eichenrahmen für die Ikonen der Gottesmutter „Derschawna“ und des Heiligen Johannes von Kronstadt aufgestellt.

Geo-Punkt

Церковь Воздвижения Креста Господня при Ливадийском дворце

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