Die warme Steinkirche, erbaut im Jahr 1840 und in Ockerfarbe gestrichen, ist ein seltener Beispiel für die Architektur des frühen Klassizismus in ländlichen Gebieten jener Zeit. Das Gebäude hat eine symmetrische Komposition entlang der Längsachse, bestehend aus einem zweigeschossigen Quader des Tempels, einer fünfseitigen Apsis gleicher Breite, einem quer gestreckten rechteckigen Speisesaal und einem dreigeschossigen Glockenturm. Der Tempel wird von einer quadratischen Lichtkuppel mit abgeschrägten Ecken gekrönt. Die rechteckigen Apsiden der Kapellen des Speisesaals verdecken teilweise die Fassaden des Tempels. Über ihnen erheben sich blinde zylindrische Trommeln mit filigranen schmiedeeisernen Kreuzen. Die Geschosse des Glockenturms sind in der Breite gleich, aber das zweite und dritte Geschoss haben stark abgerundete Ecken. Der Tempel, die Apsis und der Speisesaal stehen auf einem einheitlichen Sockel mit einer Zierleiste. Die Fassaden des Tempels sind durch ein Geschossübergreifendes Gesims mit glattem Fries und einem Gesims mit Trockenbroten, das den gesamten Umfang des Gebäudes umschließt, unterteilt. Im unteren Teil hat der Quader zwei Öffnungen von Süden und Norden, von denen eine der Eingang ist, und im oberen Teil drei Öffnungen. Der Eingang und das Fenster des ersten Lichtes sind rechteckig und mit Rahmeneinfassungen mit Ohren umgeben. Die Bogenfenster des zweiten Lichtes sind durch Keilsteine hervorgehoben. Alle Öffnungen sind in Nischen vertieft, in die ebenfalls aufgesetzte Bretter integriert sind: rechteckige über den unteren Fenstern und mit Bogenausschnitten über den oberen. Die Ecken des Quaders sind mit rustizierten Pilastern geschmückt. Die Zwischen- und Abschlussgesimse bestehen aus mehreren Regalen und beinhalten eine Reihe von Trockenbroten. Die Wand der Apsis ist durch Pilaster, die zwischen den Fenstern angeordnet sind, in gleichmäßige Teile unterteilt. Die Fenster auf den diagonalen Achsen sind falsch, in Rahmeneinfassungen mit Ohren und Keilsteinen, während die horizontalen Nischen unter den Öffnungen und die fast quadratischen aufgesetzten Bretter darüber einheitliche vertikale Gliederungen schaffen. Die Fassaden des Speisesaals mit vier Fenstern sind durch große Nischen unterteilt, die der Apsis ähnlich sind. Die Flanken der Fassaden sind durch glatte Pilaster und Konsolen mit Eckrustik hervorgehoben. Das untere Geschoss des Glockenturms mit einem Eingang auf der Westseite ist mit bandförmigem Rustik geschmückt. Das zweite und dritte Geschoss haben Bogenöffnungen und breite Pilaster. Der hölzerne Vorbau mit zwei Ziegelstützen, der sich früher vor dem westlichen Eingang bis zur Zaunlinie befand, wurde zerstört.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.