In dem Buch „Denkmäler der kirchlichen Altertümer“ wird die Geschichte der Nischni Nowgoroder Diözese beschrieben. Im Semjonowskij Bezirk, im 1. Dekanat, im Dorf Swjatizy, wurde 1879 eine hölzerne Kirche zu Ehren der Wladimirer Gottesmutter erbaut. In den Archiven des Semjonowskij Stadtkomitees ist ein Fragebogen erhalten geblieben, der am 18. März 1930 von dem Priester der Swjatizker Kirche Wasilij Alexejewitsch Wedenkin ausgefüllt wurde, in dem er angab, dass er seit 1897 in der Kirche dient. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Fragebogens war er 58 Jahre alt. Die Beschreibung der ersten Kirche ist nicht erhalten geblieben, aber es ist bekannt, dass zwischen 1910 und 1911 an ihrer Stelle eine neue hölzerne Kirche auf einem steinernen Fundament mit neun Kuppeln erbaut wurde. Diese Kirche wurde nach einem Brand errichtet, und die notwendigen Dinge wurden durch Spenden beschafft. In der Kirche gab es einen vierstöckigen Ikonostase, ungeschmückte Ikonen, sechs Glocken aus Kupfer, Zinn und Eisen sowie verschiedene kirchliche Utensilien und Bücher.
Nach dem Dekret des WZIK vom 23. Januar 1918 über die Trennung von Kirche und Staat wurde die Wladimirer Kirche in Swjatizy, wie viele andere, registriert und ihr Eigentum beschlagnahmt. Alle Kirchen und Klöster des Bezirks wurden erfasst, und das kirchliche Eigentum sowie die Personenstandsregister wurden beschlagnahmt. Priestern wurde verboten, Geburten, Eheschließungen und Todesfälle zu registrieren. Im Jahr 1922 wurden gemäß dem Dekret des WZIK und der Anordnung der Nischni Nowgoroder Provinzkommission aus den Kirchen goldene und silberne Münzen sowie kirchliche Utensilien aus Edelmetallen beschlagnahmt.
Am 21. Oktober 1934 beschloss das Semjonowskij Rajonkomitee, das Glockenläuten in 14 Dörfern, einschließlich Swjatizy, zu verbieten, da es den Unterricht und die Arbeit der Industrieunternehmen störte. Heute gibt es bereits niemanden mehr, der diese Entscheidungen getroffen hat, ebenso wenig wie das Land, in dem dies geschah. Doch die Kirche im Dorf Svetloje, die all diese Prüfungen überstanden hat, setzt ihre Mission fort und bewahrt den orthodoxen Glauben.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.