Auf dem steilen, hohen Ufer des Flusses Kasts liegt das alte Dorf Uspenskoje. Bis 2006 gab es hier ein einstöckiges Holzhaus, das Teil eines umfangreichen Adelsgutes der Uschakows war.
Zum Gutskomplex gehörte die Kirche der Himmelfahrt der Gottesmutter, die bis heute teilweise erhalten geblieben ist. Diese Kirche ist in die Liste der Objekte des kulturellen Erbes und der Denkmäler von regionaler Bedeutung in der Region Jaroslawl aufgenommen. Die Kirche wurde 1764 mit Mitteln des Gemeindemitglieds, des Boyaren Ivan Ivanovich Pozdeev, erbaut. In der Kirche gab es drei Altäre: zu Ehren der Himmelfahrt der Gottesmutter, des Heiligen Nikolaus von Myra und des Heiligen Alexander von Swir.
Die architektonische Komposition der Kirche bestand aus drei Teilen: einem hohen viereckigen Bau, gekrönt von einer achteckigen Kuppel und einer Laterne auf einem achteckigen Lichttrommel, einer halbrunden Apsis, einem rechteckigen Speisesaal und einem Glockenturm. Laut Archivdaten und Fotografien war der Glockenturm an den Speisesaal angebaut und stand nicht separat. In der Sowjetzeit wurden der Speisesaal und der Glockenturm zerstört, erhalten blieb nur der zweigeschossige viereckige Bau, bestehend aus einem viereckigen und einem achteckigen Teil. Die Ecken der Fassaden des viereckigen Baus sind mit Paaren von Lisenen geschmückt. Die mittleren Fenster sind von halbrunden Ziegelpfeilern umrahmt und mit Kokoshniki in Form von drei Blütenblättern gekrönt. Die Wände des achteckigen Teils sind glatt, die Fensterrahmen des zweiten Geschosses ähneln den Fensterrahmen des unteren Geschosses, unter den Fenstern befinden sich kreuzförmige Nischen. Jede Etage endet mit einem Gesims aus überstehenden Ziegeln mit einem kleinen Ziegelstein. Die Laterne des achteckigen Teils ist lichtdurchlässig.
Auf der Nordseite der Kirche befindet sich ein malerischer ehemaliger Gutspark, der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegt wurde. Im Park wachsen bis heute Zedern, Lebensbäume und Silberfichten. Früher waren die Wege im Park mit Ziegeln gepflastert. Am Fluss wurde ein Damm angelegt, der einen großen Teich bildete, in dem Karpfen gezüchtet wurden. Ende des 19. Jahrhunderts baute der Gutsherr des Dorfes eine Schule für die Bauern mit einer kostenlosen Volksbibliothek. Nach der Revolution wurde im Schulgebäude ein Erholungsheim eingerichtet, und die Kirche wurde als Klub genutzt. Seit 1941 werden weder die Kirche noch die Schule genutzt.
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