Der Kirchenkomplex im Dorf Ober-Nikulsk beeindruckt durch seine Schönheit. Er besteht aus der Dreifaltigkeitskirche, einer Kirchenmauer mit Toren und zwei Backsteinhäuschen, die an den Ecken der Mauer stehen.
Die Kirche wurde 1806 erbaut und umfasst drei Altäre: zu Ehren der Heiligen Lebendigen Dreifaltigkeit, der Ikone der Gottesmutter von Kasan und des Heiligen Nikolaus des Wundertäters.
Die Kirchenflächen umfassen 37 Desjatinen, und in der Gemeinde gibt es 38 Siedlungen.
Im aktiven Tempel der Heiligen Lebendigen Dreifaltigkeit diente der Priester Pawel Alexandrowitsch Grudzev, der großen Respekt und Liebe der Gemeindemitglieder gewann und zur Legende wurde. Seine Biografie ist ausführlich im Buch von N.A. Smirnova „Der letzte Alte“ beschrieben, das 2004 veröffentlicht wurde.
Vater Pawel wurde im Mologskiy Bezirk in einer armen Bauernfamilie geboren und wuchs im Afanasievsky Frauenkloster auf. Trotz der Repressionen und Lager bewahrte er eine große Liebe zu den Menschen. Aus den entferntesten Ecken Russlands kamen die Leute zu ihm für Rat und Unterstützung. Selbst in den sowjetischen Jahren strebten die Neugeborenen aus dem Nekouzskiy Bezirk danach, gerade in seiner Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit getauft zu werden, da er bemerkenswert weise und einfach im Umgang war. P.A. Grudzev starb 1996 in Tutayev. In der Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit befand sich das wundertätige Bild der Gottesmutter „Es ist würdig“, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Mönch Joseph Mramorny vom Athos gebracht wurde. Jetzt wird dieses Bild in einer der Kirchen von Rybinsk aufbewahrt. Auf dem Friedhof der Kirche im Dorf Ober-Nikulsk, auf der Südseite des Tempels, befindet sich eine Gruft, in der Nikolai Nikolajewitsch und Andrej Nikolajewitsch Glebov begraben sind. Es scheint, dass der Boden von Ober-Nikulsk selbst heilig ist und das Gedächtnis an die Menschen bewahrt, die ihr Leben diesen malerischen Orten gewidmet haben, wo der Fluss Ild fließt.
Das Dorf Ober-Nikulsk hat eine reiche Geschichte. Der Legende nach gehörte es den Fürsten Solntsevs, die von Rurik abstammten. Man sagt, dass die Fürsten am linken Ufer der Ild ein großes Haus mit Säulen hatten.
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