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Kirche der Tichwin-Ikone der Gottesmutter in Jaroslawl

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Der warme Tempel, der der Erscheinung der Tichwin-Gottesmutter gewidmet ist, wurde 1686 auf der Südseite der kalten Kirche des Nikolaus von Mokryj erbaut, die sechs Jahre zuvor errichtet wurde. Vor ihnen standen auf dem Gebiet der Spasskaja-Siedlung in Jaroslawl hölzerne Kirchen. Die Mittel für den Bau des neuen Tempels wurden von den Kaufleuten der jaroslawischen Handelsgilde Klim und Semjon Luzin bereitgestellt. Den Architekten und Bauarbeitern gelang es, ein harmonisches und schönes Ensemble aus zwei Kirchen zu schaffen. Die warme Kirche wurde nach Proportionen gebaut, die den der kalten Kirche ähnlich sind, jedoch mit einigen Unterschieden. Sie ist klein, was es erleichtert, sie in der kalten Jahreszeit zu heizen. 1694 wurde in der Tichwinkirche eine Kapelle geweiht, die dem heiligen Basilius dem Großen, dem Erzbischof von Kappadokien, gewidmet ist. Die Tichwinkirche ist ein niedriger, einschiffiger Tempel ohne Apsis, mit einer geraden östlichen Wand. Auf der quadratischen Apsis befindet sich eine kleine dekorative Kuppel, die mit bunten Ziegeln gedeckt ist, und auf dem Dach steht eine zweigeschossige Trommel. Der Tempel hat auch eine lange, gedrungene Tafel und einen Vorraum. In den 90er Jahren des 17. Jahrhunderts wurde an die Kirche ein mit einem Zeltdach gekröntes Vorhaus angebaut. Der Vorraum ist reich verziert mit glasierten, mehrfarbigen Keramiken, die in der Tichwinkirche besser erhalten geblieben sind als in der benachbarten Kirche des Nikolaus von Mokryj. Helle Fliesen bedecken die Wände und erzeugen den Eindruck eines Teppichs. Das Zeltdach des Vorraums ist ebenfalls mit glasierten Ziegeln gedeckt. 1929, in der Sowjetzeit, wurde die Kirche geschlossen und als Lager genutzt. Bis 1992 blieb das Gebäude herrenlos und befand sich in einem Notstand, mit einem eingestürzten Dach. Unter der Leitung von Andrei Wjatscheslawowitsch Rschewskij führten Restauratoren komplexe Arbeiten zur Begradigung der schiefen Kuppel durch. Der Tempel wurde 2006 nach jahrelanger Restaurierung erneut geweiht.

Heute ist die Tichwinkirche eine aktive orthodoxe Kirche der Nikolaus-Mokrin-Gemeinde. Sie beherbergt zwei Altäre: der Hauptaltar ist der Gottesmutter geweiht, und der Altar des kleinen Altars ist dem heiligen Basilius von Kappadokien gewidmet. Die Gottesdienste finden an Sonntagen und Feiertagen statt. Besonders verehrte Reliquien der Kirche sind die Skulptur des heiligen Nils von Stolobensk und das myrrhenträufelnde Bild des Sergius von Radonesch.

Geo-Punkt

Церковь Тихвинской иконы Божией Матери в Ярославле

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