Die Kirche, die in den 1930er Jahren geschlossen wurde, befindet sich jetzt in einem verwahrlosten Zustand und zerfällt schnell.
Die steinerne Kirche im Dorf Osoka ist ein seltener Vertreter des Naryschkin-Barock im mittleren Wolgagebiet.
Die nach traditionellem Schema errichtete Kirche besteht aus einem zweischiffigen Quader mit einer nach Osten verlängerten Apsis, die mit einem Halbkreis endet. Auf der Westseite schließt sich ein niedriger Speisesaal an die Kirche an.
Der niedrige Seitenaltar, der den Heiligen Märtyrern Kirik und Julitta gewidmet ist, befindet sich an der nordöstlichen Ecke des Speisesaals und verleiht dem Gebäude eine malerische Asymmetrie, die für die Architektur des 17. und frühen 18. Jahrhunderts charakteristisch ist. Das Gebäude steht auf einem Bruchsteinfundament aus wildem Stein und einem unterschiedlich hohen Ziegelsockel.
Die Kuppel der Kirche ging Anfang der 1990er Jahre aufgrund einer misslungenen Restaurierung verloren, als die alte Kuppel abgerissen wurde und die neue, kleinere Holzkuppel mit verzerrten Proportionen unvollendet blieb.
Die Fassade der Kirche ist im Stil des Naryschkin-Barock gestaltet, was besonders in der Ausgestaltung der Fensterumrahmungen auffällt. Die Bogenfenster der Kirche und der Apsis sind mit Fensterumrahmungen mit Halbsäulen, Basen und Kapitellen sowie hohen trapezförmigen Giebeln umrahmt. Die rechteckigen Fenster des Oktogons haben Fensterumrahmungen mit Halbsäulen und Bogenfriesen.
Der obere Teil der Wände ist mit einem Zierband geschmückt und endet mit einem profilierten Gesims. Die oberen Ecken des Quaders der Kirche sind mit rustizierten Lisenen dekoriert, während die unteren mit paarweise angeordneten Halbsäulen versehen sind. Die Ecken des Speisesaals sind durch Bündel von Säulen hervorgehoben. Auf dem Gewölbe des Altars sind Malereien mit Darstellungen der Tichwiner Ikone der Gottesmutter erhalten geblieben.
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