Von der Barbarastraße in Richtung Iljinka führt die Ipatiev-Straße, die nur an Werktagen geöffnet ist. Über sie gelangt man zur Kirche der Lebensspendenden Dreifaltigkeit in Nikitniki. Dieser Ort blieb lange unbebaut und wurde wegen des lehmigen Bodens "Glinischchi" genannt.
Der Name "Nikitniki" hat eine doppelte Herkunft: Er kann sowohl mit der alten Kirche als auch mit dem Nachnamen des Besitzers des Anwesens in Verbindung gebracht werden. Allerdings brannte die Kirche während eines der Moskauer Brände nieder, und die Waren, die im Anwesen gelagert waren, wurden ebenfalls beschädigt. In den Jahren 1628-1634 baute Grigori Nikitnikov mit eigenen Mitteln eine neue steinerne Kirche, die bis heute erhalten geblieben ist. Nikitnikov verfolgte praktische Ziele: In der Kirche der Lebensspendenden Dreifaltigkeit wurden Geheimräume zur Aufbewahrung von Werten eingerichtet, und im Untergeschoss ein Lager. Der im Stil der russischen Ornamentik gestaltete Tempel ist prächtig geworden, und seine Merkmale wurden zum Vorbild für viele andere Moskauer Kirchen. Zum Beispiel erschien hier zum ersten Mal der Zeltdach-Eingang zur Kirche. Die Fresken in der Kirche der Dreifaltigkeit in Nikitniki, die bis heute gut erhalten sind, wurden von Simon Ushakov geschaffen.
Das georgische Ikone galt als wunderwirksam und wurde mit der Befreiung Moskaus von der Pest im Jahr 1654 in Verbindung gebracht. Es war eine Kopie der Ikone, die der persische Schah Abbas, der Georgien im Jahr 1622 eroberte, an russische Händler verkaufte. Das Original der Ikone wird im Krasnogorsk-Kloster an der Pinega aufbewahrt. In den sowjetischen Jahren wurde die Kirche der Lebensspendenden Dreifaltigkeit in Nikitniki dem Staatlichen Historischen Museum übergeben. Jetzt ist die Kirche aktiv.
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