Das Dorf Zikul liegt am Fluss Sentura, 67 Werst vom Kreisstadt und 100 Werst von der Provinzhauptstadt entfernt. Die Kirche in Zikul existierte bereits zu Beginn des 17. Jahrhunderts und wird in den patriarchalischen Einkommensbüchern seit 1628 erwähnt. Laut den Aufzeichnungen des patriarchalischen Staatsamtes wurde die Kirche in Zikul im 17. und 18. Jahrhundert zweimal umgebaut. Im Jahr 1644 wurde die Erlaubnis für zwei Altäre erteilt: für die Verklärung des Erlösers und für den heiligen Nikolaus von Myra. Im Jahr 1715 wurde ein Dekret zur Weihe einer neuen Verklärungskirche erlassen. Die Gründe für die häufigen Umbauten sind unbekannt, möglicherweise wurden sie durch Brände verursacht, die oft hölzerne Kirchen zerstörten.
Im Jahr 1812 brannte die Kirche nieder, und bis 1815 wurde mit Mitteln der Gutsbesitzerbrüder Taneev in Zikul ein steinernes Gotteshaus erbaut. Im Jahr 1857 wurde der Speisesaal des Tempels erweitert, und seitdem hat er sich nicht verändert. In der Kirche gibt es drei Altäre: den Hauptaltar zu Ehren der Verklärung des Herrn, im Speisesaal den Altar zu Ehren des heiligen Nikolaus von Myra, der 1813 geweiht wurde, und zu Ehren der Ikone der Gottesmutter von Kasan, die 1864 eingerichtet und geweiht wurde. Im Ikonostase des Nikolausaltars befinden sich Ikonen aus der früheren hölzernen Kirche, die jedoch erneuert wurden, während die Ikonostasen und Ikonen im Haupttempel und im anderen Altar auf das Jahr 1864 datiert sind.
Die Kirche ist vollständig mit liturgischen Geräten und Gewändern ausgestattet. Aus früheren Zeiten ist nur das Altarevangelium von 1657 erhalten geblieben. In der Gemeinde sind ein Priester, ein Diakon und ein Psalmodiker angestellt. Die Geistlichkeit hat eigene Häuser auf dem Kirchengelände. Das Land um die Kirche umfasst: 2 Desjatinen Wohnland, 31 Desjatinen Ackerland und 3 Desjatinen Wiesenland; es gibt einen Plan und ein Grenzbuch für das gesamte Land. Die Gemeinde umfasst das Dorf Zikul und die Dörfer: Nowaja, Sawikowa, Aksenowa, Masliha, Filatowa und Kuprjewa, wo laut den Kirchenstatistiken 1606 Männer und 1772 Frauen verzeichnet sind. Im Dorf gibt es seit 1875 eine landliche Volksschule und seit 1893 eine Mädchenschule für Lesen und Schreiben.
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