Das Dorf Jagrenevo liegt 126 Werst von der Hauptstadt der Provinz und 6 Werst vom Bezirkszentrum entfernt. Seit dem frühen 17. Jahrhundert gehörte es dem Nikita-Kloster in Pereslawl, und 1764 ging es in den Besitz des Staatsvermögens über. Die ersten Erwähnungen der Kirche in Jagrenevo stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert. In den Katasterbüchern von 1628 wird von einer hölzernen Kirche der Geburt der Heiligen Gottesmutter berichtet, in der Bilder, Bücher und andere weltliche Gegenstände aufbewahrt wurden. Diese Kirche wird auch in Dokumenten von 1653 und 1678 erwähnt.
Laut der Beschreibung von 1702 war die Kirche aus Holz mit einer Kuppel, die mit Holzschindeln verkleidet war, und das Kreuz war mit weißem Eisen bedeckt. Rund um die Kirche befand sich eine Vorhalle mit zwei Eingängen, die mit Schindeln gedeckt war. An die Sakristei war ein Glockenturm mit einem Zeltdach auf Säulen und zwei kleinen Glocken angebaut. Die innere Ausstattung der Kirche und das Kirchengerät zeichneten sich nicht durch Reichtum oder Originalität aus.
Im Jahr 1730 wurde neben der Kirche eine weitere warme Holzkirche erbaut, die zu Ehren des Schutzes der Heiligen Gottesmutter geweiht wurde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts, gemäß der Liste der Kirchen von 1799, blieb in Jagrenevo nur noch eine Kirche zu Ehren der Geburt der Heiligen Gottesmutter.
Im Jahr 1814 wurde anstelle der hölzernen Kirche ein steinerner Tempel mit zwei Altären erbaut: einem kalten zu Ehren der Geburt der Heiligen Gottesmutter und einem warmen zu Ehren des Schutzes der Heiligen Gottesmutter. Die Kirche war gut mit Geräten, Gewändern, heiligen Ikonen und liturgischen Büchern ausgestattet.
Die kirchlichen Dokumente sind vollständig erhalten: Kopien der Taufbücher seit 1797 und der Beichtlisten seit 1806. Laut Stellenplan sind in der Kirche ein Priester und ein Psalmodiker tätig. Ihr Gehalt wird durch Zinsen aus dem Kirchenkapital in Höhe von 5360 Rubel, die 214 Rubel und 40 Kopeken betragen, sowie durch Einnahmen aus Acker- und Wiesenland in Höhe von 175 Rubel und aus Diensten und Anforderungen in Höhe von 200 Rubel gesichert, was insgesamt etwa 590 Rubel pro Jahr ergibt. Die Häuser des Priesters und des Psalmodikers befinden sich auf dem Kirchenland und sind ihr Eigentum.
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