Leider sind die Namen der Meister, die den Tempel erbaut haben, nicht erhalten geblieben. In der Bibliothek „Blagowest“ der Stadt Kirov gelang es, eine Beschreibung eines einzigartigen architektonischen Details der Kirche der Geburt der Heiligen Gottesmutter in Nischneiwkino zu finden. Die Eckpfeiler der Kirche haben ein originelles Muster: für sie wurden nicht nur das allgemeine Podest, sondern auch die Kapitelle geschaffen, was die Arbeit der Familie der Ustyug-Meister Goryntsevs ist. In der Zeit von 1856 bis 1862 wurde die Kirche umgebaut und erweitert, und die Gemeinde umfasste 41 Siedlungen.
In den 1930er Jahren wurde der Tempel geschlossen und verwüstet. Die Glocken und der Turm wurden abgenommen und in unbekannte Richtung gebracht, der Glockenturm wurde in eine Kohlenheizung umgewandelt, und ein Teil des Gebäudes wurde für die Bedürfnisse der weltlichen Macht genutzt. Infolgedessen fanden mehr als 80 Jahre lang keine Gottesdienste statt, und die Bewohner von Nischneiwkino hörten kein Glockenläuten.
In der Sowjetzeit wurden erhebliche Änderungen an der Architektur des Tempels vorgenommen: Es wurden zusätzliche Fensteröffnungen zwischen dem ersten und zweiten Stockwerk sowie der Sakristei geschaffen, was die Harmonie des Gebäudes störte. Der zweigeschossige Anbau über dem Altar ruinierte ebenfalls das architektonische Ensemble. Der Innenraum des Tempels wurde zerstört, dort befanden sich eine Wasser- und Schlammbadklinik, ein Sportraum des Kirov-Krankenhauses, und im Glockenturm war eine Kohlenheizung untergebracht.
Seit 1994 wurde der Tempel den Gläubigen übergeben. Im selben Jahr sandte Bischof Chrysanth den Vater Stefan Vovchik nach Nischneiwkino, um die Kirche wiederherzustellen. Vater Stefan begann zusammen mit den Gemeindemitgliedern mit der Restaurierung des Tempels. In 15 Jahren wurden die Seitenkapellen zu Ehren der Geburt Johannes des Täufers und des Heiligen Modestus von Jerusalem wiederhergestellt, in denen jetzt Gottesdienste stattfinden und Pilger aus Kirov ankommen. Sieben Glocken, gegossen von Meistern in Bachta, wurden durch Spenden von Sergej und Lyudmila Martynov, Leonid Vorozhtsov und Mitarbeitern der Unternehmen in Nischneiwkino erworben. Am 27. Mai 2012 besuchte Bischof Mark zum ersten Mal den Tempel und segnete die neuen Glocken und den Turm mit dem Kreuz, die durch Spenden für den wiederhergestellten Glockenturm hergestellt wurden.
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