Die Johannes-der-Täufer-Kirche, eine der ältesten im Kloster und in der Stadt, wurde 1754 gegründet und hat stark unter der Zeit und intensiver Nutzung gelitten. Früher zeichnete sie sich durch einen schlanken Glockenturm und einen zweigeschossigen Kirchenbereich mit malerischer dekorativer Ausstattung und komplexer Silhouette aus. Heute erinnert ihr äußeres Erscheinungsbild an ein verlassenes Gebäude. Dank der erfolgreichen Arbeit der Planer gibt es nun ein fertiges Projekt zur Wiederherstellung dieses einzigartigen Denkmals des Ural-Barock.
Vor über 250 Jahren beauftragte der Ural-Fabrikant und Kirchenbauer Maxim Pochodjaschin den Bau eines Gebäudes mit einem etwa 50 Meter hohen Glockenturm, der an den Glockenturm der Dreifaltigkeitskathedrale erinnerte. Er hatte ein abgeflachtes Zeltdach über den Glockenbögen, das mit einer kleineren Glockenstube und einer Zwiebelkuppel abgeschlossen war. Über dem Dach des Glockenturms erhob sich ein achteckiger Volumen des Zeltdaches. Diese innovative Lösung könnte mit dem Wunsch des Architekten verbunden gewesen sein, eine einzigartige architektonische Dominante in Werchoturje zu schaffen. Infolgedessen erhielt die Kirche eine eigenwillige kompositorische Lösung.
In der zweiten Hälfte der 1940er Jahre wurde das obere Geschoss, das durch ein Feuer beschädigt wurde, abgerissen. Heute ist die Kirche nur noch mit dem unteren Geschoss präsent, das architektonische Formen und tragende Strukturen verloren hat.
Für die Wiederherstellung der verlorenen Teile des Gebäudes, des Glockenturms, des viereckigen Teils, der Kuppeln und anderer Details wurden umfassende Untersuchungen durchgeführt. Das Projekt wurde anhand von Fotografien, historischen Beschreibungen und erhaltenen Konstruktionen rekonstruiert. Mit Hilfe der darstellenden Geometrie und Computertechnologien wurden unter Verwendung der Maße von Ziegeln und Steinelementen die Maße aller verlorenen Elemente bestimmt.
Das Restaurierungsprojekt sieht die vollständige Wiederherstellung des historischen Erscheinungsbildes der Johannes-der-Täufer-Kirche des Pokrowski-Frauenklosters vor. Die Restaurierung dieses Denkmals wird es ermöglichen, einen der interessantesten Zweige der Ural-Barockarchitektur für zukünftige Generationen zu bewahren.
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