← Zum Feed · Karte

Kirche der Geburt Johannes des Täufers in Suwodi

Фото 1
Das Dorf Suwodь liegt auf dem Kukarskaja Plateau, im westlichen Teil des Uralgebirges, zwischen den Wjatka-Hügeln. Es ist von Wäldern umgeben, aber trotz der Abgeschiedenheit ist es kein Rand der Zivilisation. Nur wenige Dutzend Kilometer entfernt liegt das Dorf Zoniha, in der Nähe dessen sich der höchste Punkt der Wjatka-Hügel, 285 Meter, befindet.

Obwohl das Dorf heute klein ist, war es in der Vergangenheit dicht besiedelt. In der Nähe lagen zahlreiche Dörfer, deren Namen nur auf alten Karten erhalten geblieben sind. Im 18. Jahrhundert gehörten diese Ländereien dem Kukar Pokrowski Kloster.

Die erste Kirche im Weiler "Suwock" wurde 1749 auf Beschluss der Bauernversammlung erbaut. Der Bischof von Kasan erteilte die Genehmigung zum Bau einer Holzkirche, die zu Ehren der Geburt Johannes des Täufers geweiht wurde. Von diesem Moment an wurde die Suwodsker Gemeinde unabhängig.

1789 wurde im Dorf eine neue Holzkirche erbaut, und 1829 wurde beschlossen, einen steinernen Tempel zu errichten, was bald darauf umgesetzt wurde. Die Orte waren hier bevölkerungsreich, und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts umfasste die Gemeinde 40 Siedlungen mit mehr als 3000 Einwohnern. Mehrmals im Jahr fanden hier Märkte statt. In Suwodi gab es zwei Schulen: eine Gemeindeschule für Mädchen und eine Landesschule, und in den umliegenden Dörfern drei Schulen.

So lebhaft blieb das Leben bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts, bis die Missernten die Bewohner zwangen, nach Sibirien umzuziehen.

Die Kirche des Täufers wurde 1935 geschlossen, zunächst umgebaut und als Schule genutzt, und in den 80er Jahren wurde in dem verfallenen Gebäude eine Mühle zur Vorbereitung von Getreide für den Versand an das Elevatoren eingerichtet. In der Kirche blieb kein Fresko oder Zeichen der inneren Ausstattung zurück.

In der heutigen fast menschenleeren Landschaft wirkt der Tempel malerisch und asketisch. Er ist schön und massiv. Ich ließ mir die Gelegenheit nicht entgehen, den Glockenturm zu besteigen. Die Treppen ermöglichten es, dies ohne große Anstrengung zu tun, obwohl zu Beginn die Dunkelheit und die Enge des Aufstiegs Zweifel weckten, und ich fast aufgegeben hätte. Doch ich entschloss mich und bereute es nicht. Von der Höhe des Glockenturms bot sich ein Blick auf den Horizont und die endlosen Weiten, wo die Waldgebiete mal höher, mal niedriger aufsteigen und eine dunkelgrüne Wand bilden.

Geo-Punkt

Церковь Рождества Иоанна Предтечи в Суводи

Kommentare