Im Jahr 1858 wurde im Dorf Muhtolowo eine zweischiffige Kirche errichtet, die von den Bewohnern Muhtolowos und der umliegenden Dörfer bis in die 1930er Jahre besucht wurde. Nach den bekannten Ereignissen stand sie jedoch etwa fünfzig Jahre lang verlassen und zerfiel allmählich, bis sie 1985 abbrannte. Die Gläubigen waren gezwungen, 12 km ins Dorf Sakony zu fahren, wo sich eine schöne Steinkirche befand. Doch die Bewohner Muhtolowos träumten von ihrer eigenen Kirche. Schließlich weihten sie ein leerstehendes Geschäft, richteten einen Altar ein und setzten eine Kuppel mit einem Kreuz auf. Die Menschen, die lange Zeit Ikonen aufbewahrt hatten, brachten sie in diese kleine Kirche, die bald zu klein wurde.
Mit dem Segen von Metropolit Nikolai begann im Dorf der junge, energische und menschenfreundliche Priester Alexej Wesnin zu dienen. Der Traum von ihrer eigenen Kirche begann, Wirklichkeit zu werden.
An Ostern 2000 wurde der Ort für den Bau einer neuen Kirche an der Stelle der alten geweiht. Obwohl nicht alle an den Erfolg glaubten, packten viele aktiv mit an. Priester Alexej leitete die Arbeiten, schaffte es, sowohl die Gottesdienste abzuhalten als auch den Bau zu organisieren und Materialien zu beschaffen. Er arbeitete mit Gottes Hilfe und der Unterstützung der Menschen, die unentgeltlich am Bau der Kirche mitwirkten. Gemeinsam mit ihm arbeiteten die Brüder Kutaisov, Iwan und Viktor, Wassili Bukarjow, Alexej Nasarow, Alexej Schitikov, Viktor Matwejew und viele Frauen des Dorfes auf der Baustelle. Finanzielle und materielle Hilfe leisteten Unternehmen wie die Näherei und private Firmen.
Weniger als zwei Jahre später, am 1. Dezember 2001, fand der erste Gottesdienst in der Kirche statt. Jetzt steht sie auf einem Hügel, schön und neu, und erfreut alle. Besonders glücklich ist Priester Alexej, der sich über jeden neuen Gemeindemitglied freut. Seine Augen sind voller Begeisterung, und die Menschen um ihn herum werden freundlicher und reiner. Seine Arbeitsamkeit ist beneidenswert: fast tägliche Gottesdienste, Trauungen, Beerdigungen, Sonntagsschule, Feste für Kinder. Mal kauft er in Nischni Nowgorod neue Utensilien, mal besucht er nahegelegene Dörfer, in denen noch verlassene Kirchen stehen, mal eilt er zu jemandem nach Hause, mal spricht er einfach mit den Menschen. In Muhtolowo wird er liebevoll „unser Priester“ genannt. Ein tiefes Dankeschön an alle, die am Bau der Kirche in unserem Dorf beteiligt waren.
Kommentare
Noch keine Kommentare. Seien Sie der Erste.
Um einen Kommentar zu hinterlassen, mit Google anmelden.